29.03.2017 - 20:00 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

CSU-Kreisräte fordern Einigkeit, aber auch Entschädigung: Für Gleichstromtrasse

(bkr) Die Kreistagsfraktionen der CSU und Zukunft Landkreis Tirschenreuth tagten im SOS-Kinderdorf Oberpfalz. Ein heißes Thema war die Gleichstromtrasse, die quer durch den Landkreis gezogen werden soll.

Vor der Sitzung begrüßte der Leiter des SOS-Kinderdorfs Holger Hassel (stehend) die Kreisräte von CSU und Zukunftsliste Tirschenreuth
von Bernhard KreuzerProfil

Positiv bewerteten die Kreisräte, die Gleichstromtrasse unterirdisch zu verlegen. Gemeinsamkeit und an einem Strang zu ziehen, forderten beide Fraktionen ein. CSU-Fraktionsvorsitzender Toni Dutz brachte es auf den Nenner: "Die Trasse kommt. Es ist immerhin ein Gesetz, das der Deutsche Bundestag mehrheitlich demokratisch legitimiert so beschlossen hat." Deshalb sei es töricht, nun eine Fundamentalopposition gegen das Projekt anzuzetteln, mit dem Wissen, dass es nicht zu verhindern ist und die Leute unnötig auf die Bäume getrieben werden, ohne ihnen eine andere Lösung anbieten zu können."

Ziel müsse ein Trassenverlauf mit möglichst geringer Belastung für die Menschen sein. Die Kreisräte fordern zudem eine angemessene Entschädigung, um die Belastung dauerhaft auszugleichen. Dem Floriansprinzip, die Trasse weg von der eigenen in die Nachbarkommune zu schieben, erteilten sie eine klare Absage. Die CSU-Fraktion erklärte, das Verfahren der Trassenauswahl hinsichtlich objektiver Auswahlkriterien genauestens zu verfolgen. Stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler verwies auf die unterschiedlichen Interessenlagen der einzelnen Kommunen. Jede solle ihre berechtigten Bedenken für eine ergebnisoffene Prüfung vorbringen.

In der weiteren Sitzung unterstrichen die Fraktionen der CSU und Zukunft Landkreis Tirschenreuth ihre ablehnende Haltung zum Erwerb des alten Tirschenreuther Schwesternwohnheims für eine halbe Million Euro. Die angestrebte Auslagerung der Volkshochschule dorthin würde zu einer "Zersplitterung" des Landratsamtes und zu längeren Wegen führen. Zudem gebe es für den Erwerb keine staatlichen Zuschüsse.

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