15.02.2017 - 20:00 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

Das schnelle Internet kommt Außenbereich auf der Überholspur

Die Amplus AG aus Teisnach bringt die Gemeinde im Internet ins Hochgeschwindigkeitszeitalter. Wenn alles gut läuft, dann gibt es für die Surfer ein schönes Weihnachtsgeschenk.

Die Amplus AG baut das Breitbandnetz in Immenreuth aus. Dr. Johannes Böhm und Bürgermeister Heinz Lorenz (vorne von links) unterzeichneten am Dienstag die Verträge. Mit dabei waren (hinten von links) Kämmerer Thomas Kaufmann, Verwaltungsleiter Wolfgang Kilgert, Walter Huber von der Breitbandberatung Bayern und Robert Scholz, Kommunalbetreuung Amplus AG. Bild: bkr
von Bernhard KreuzerProfil

(bkr) Profitieren wird insbesondere der noch nicht erschlossene Außenbereich. Alle erhalten, wenn sie wollen, einen kostenlosen Glasfaseranschluss. Bürgermeister Heinz Lorenz und Dr. Johannes Böhm, Kommunalbetreuer der Amplus AG, besiegelten am Dienstag im Sitzungssaal des Rathauses den Kooperationsvertrag zum Breitbandausbau. Damit ist Immenreuth die erste Partnerkommune für Amplus im Landkreis Tirschenreuth. Das Unternehmen ist damit in 14 bayerischen Kreisen vertreten.

Geplant ist eine zehnmonatige Bauzeit. Die Ausschreibung der Tiefbauleistungen kann jetzt beginnen. Bis Ende Mai ist der Spatenstich vorgesehen. 340 Adressen erhalten dann über Breitband Zugang zu modernen Internet-Services wie IPTV, Cloud-Applikation und Streaming-Dienste. "Gewerbetreibende können sich mit festen IP-Adressen, hohen Upload-Raten und überdurchschnittlicher Netzstabilität für das neue Internetzeitalter rüsten", heißt es in der Pressemitteilung von Amplus.

37 Kilometer Glasfaserkabel werden verlegt. Drei Kabelverzweiger erhalten aktive Glasfasertechnik. Im Außenbereich können die 123 Haushalte von Gabellohe, Tiefenlohe, Haid am Forst, Schadersberg, Plößberg, Döberein, Katzenöd, Günzlas, Punreuth, Hölzlmühle, Herzogshut und Poppenberg auf einen kostenlosen Glasfaseranschluss im Haus und so auf eine Bandbreite von 200 Megabit pro Sekunde und mehr zurückgreifen. Für 200 Adressen im Erschließungsgebiet stehen mindestens 50 Megabit pro Sekunde im Downstream zur Verfügung.

Die Wirtschaftlichkeitslücke für den Hybridausbau beträgt 997 627 Euro. Einen Großteil deckt das Förderprogramm der Bayerischen Staatsregierung ab, die Amplus AG trägt einen Eigenanteil an den Investitionskosten.

Bei der Vertragsunterzeichnung wünschte Walter Huber von der Breitbandberatung Bayern eine erfolgreiche Zusammenarbeit und versicherte, dass für die Kunden keine Kosten entstehen werden. Bürgermeister Lorenz freute sich, dass jedes Haus erschlossen werde und das Konzept aufgegangen sei. Damit sei auch der Außenbereich im zweiten Schritt für die Zukunft gesichert.

Einen höchstmöglichen Erfolg mit den zustehenden Fördermitteln versprach die Amplus AG. "Die Planung liegt fast parat", sagte Böhm. Was noch kommt, ist nach dem offiziellen Spatenstich eine Informationsveranstaltung für die Bürger. Persönliche Beratungsstunden werden für spezifische Fragen angeboten.

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