12.04.2018 - 20:00 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

Gert Roderer setzt eigene Resolution durch Resolution zur Nordbayernoffensive

Fichtelberg. In Sachen "Förderoffensive Nordostbayern" der Bayerischen Staatsregierung schloss sich der Gemeinderat den Stellungsnahmen des Landkreises und des Gemeindetags an. Dies bemängelte in der jüngsten Sitzung Gert Roderer von der FWG. In sechs Punkten forderte er eine Korrektur mit dem Ziel, die Förderoffensive auch auf den gesamten Gemeindebereich von Fichtelberg auszudehnen.

von Bernhard KreuzerProfil

In seiner Argumentation führt er auf, die Gemeinde Fichtelberg wurde ebenso wie die einbezogenen Landkreise Hof, Wunsiedel oder Tirschenreuth vom wirtschaftlichen Strukturwandel betroffen. Erheblicher Bevölkerungsverlust und Leerstände sind die Folgen. Die Attraktivität der Ortskerne im Landkreis Bayreuth nimmt spürbar ab. Bei der bayernweiten Steuerkraft belegt der Landkreis den vorletzten Platz und in der Umlagekraft rutscht er 2018 voraussichtlich auf den 71. Rang ab.

Gert Roderer führt weiter an, der Landkreis Bayreuth wurde in der Vergangenheit in den Förderkulissen mit deutlich schlechteren Sätzen einbezogen. Nicht zu vermitteln sei es den Bürgern, dass in die angrenzenden Landkreise Zuschüsse in Höhe von 90 Prozent fließen, während am eigenen Wohnort keine Fördermittel zur Verfügung gestellt werden.

Roderer sah in der derzeitigen Situation eine zunehmende Chancenungleichheit, die eine positive Entwicklung der Gemeinde und der gesamten Region verhindert. Damit verbunden ist die in der Bayerischen Verfassung garantierte Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse nicht mehr gegeben. Die Förderkulisse müsse deshalb auch auf die Gemeinde Fichtelberg ausgeweitet werden.

Der Gemeinderat stimmte dem Vorschlag zu und wird seine Resolution vom Januar mit den vorgebrachten Argumenten ergänzen.

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