27.02.2018 - 20:00 Uhr
Immenreuth

Ob das Geld reicht ist noch offen Höfebonus soll allen schnelles Internet bringen

Bis zum Herbst 2020 soll das gesamte Gemeindegebiet einen Zugang zum schnellen Internet mit einer Mindestleistung von 30 Mbit besitzen. Am Montag brachte der Gemeinderat den zweiten Ausbauschritt auf den Weg.

Diplom-Ingenieur Siegbert Reuther erklärt das Erschließungsgebiet Süd mit seinen vielen Lücken. Bild: bkr
von Bernhard KreuzerProfil

Mehlmeisel. Im Rahmen des Bayerischen Förderverfahrens, dem sogenannten Höfebonus, erhalten nunmehr 119 Anwesen einen Glasfaseranschluss, die bislang einen Leistungsempfang von weniger als 30 Mbit hatten. Eine kleine Unsicherheit allerdings liegt im Förderprogramm. Alle 119 Anwesen erhalten nur dann einen Glasfaseranschluss, wenn das Ausschreibungsergebnis die maximal verfügbaren Fördermittel von 1 152 369 Euro nicht überschreitet. Errechnet wurde vom Planungsbüro allerdings eine darüber liegende Wirtschaftlichkeitslücke von 1 280 410 Euro.

Überschreitet beim noch auszuführenden Auswahlverfahren das günstigste Angebot den Betrag von 1 152 369 Euro, so behält sich der Gemeinderat eine Teil-Aufhebung des Verfahrens vor. Das bedeutet, besonders kostenintensive Anschlüsse werden herausgenommen bis das günstigste Angebot auf den Förderbetrag abgesenkt ist. Auf das schnelle Internet müssen die im zweiten Ausbauschritt unberücksichtigt Gebliebenen auf Dauer nicht verzichten. Sie bilden die "Grauen Flecken". Politischer Wille ist, diese grauen Flecken ab 2019 zu bereinigen.

Diplom-Ingenieur (FH) Siegbert Reuther vom Planungsbüro Reuth NetConsulting aus Bad Staffelstein führte in seinem Erschließungsbericht aus, in der Gemeinde Mehlmeisel existierten Bereiche, die einen Leistungsempfang von nur 2 bis 4 Mbit hätten. Nach seinen geplanten Schritten soll im März noch das Auswahlverfahren beginnen und im Juli feststehen, welcher Anbieter den Zuschlag für den Ausbau erhält. Der Förderantrag wird dann im August gestellt und im Herbst 2020 sollte das Förderprogramm Höfebonus abgeschlossen und das Glasfasernetz in Betrieb sein.

Die Förderung für Mehlmeisel beträgt zusammen mit einem interkommunalen Bonus 760 000 Euro. Der Betrag erhöht sich um nicht verbrauchte Mittel aus dem ersten Förderverfahren auf verfügbare Fördemittel von 1 152 369 Euro. Davon hat die Gemeinde einen Eigenanteil von 128 041 Euro zu tragen. Alle Ausgaben, die über den verfügbaren Fördermitteln anfallen, hat die Gemeinde selbst zu tragen.

Zwangsläufig beschäftigte den Gemeinderat die Frage nach der Verlegung von Leerrohren bei den anstehenden Straßenausbaumaßnahmen, wenn mit dem Breitbandausbau im zweiten Schritt noch nicht begonnen wurde. Eine Absprache mit der Telekom wurde empfohlen, weil die Gefahr bestehe, dass provisorisch verlegte Leerrohre nicht genutzt werden und die Gemeinde keine Kostenerstattung bekäme.

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