Spatenstich für Breitbandausbau
Internet schneller als Steinäcker

Spatenstich im Bauhof, Baustelle in Schadersberg. Nichtdestotrotz, der Ausbau beginnt: (von links) Projektleiter Markgraf Stefan Weigl, Andreas Angelo (Vertrieb Amplus), Gemeinderat Erich Hader, Ortsbauleiter Josef Schaller, Polier Michael Kuschka, Kommunalberater Robert Scholz, zweiter Bürgermeister Josef Hecht, Rathauschef Heinz Lorenz und Eduard Maier (Projektleiter Amplus). Bild: bkr
Politik
Immenreuth
06.07.2017
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Erst der Breitbandausbau, dann der zweite Abschnitt des Baugebiets Steinäcker. Beide Baustellen bedient die Firma Markgraf. Beim Spatenstich für das schnelle Internet in der Gemeinde auf dem Bauhof zeigt sich die Amplus AG glücklich, ein ortskundiges Unternehmen zur Seite zu haben.

(bkr) Den Spatenstich wertete Bürgermeister Heinz Lorenz abseits der tatsächlichen Baustelle als Novum. Die ersten Arbeiten erfolgten bereits in Schadersberg und dort gab es laut Projektleiter Stefan Weigl auch den ersten Kabelschaden. Es werde nicht die einzige Leitung bleiben, bei der es bei der Verlegung von 37 Kilometern Leerrohren zu Problemen komme. Kabelpläne lägen zwar vor, ob sie alles enthalten, sei eine andere Sache, meinte der Vertreter der Baufirma. Soweit möglich, werden die Rohre mit einer Überdeckung von 60 Zentimetern eingepflügt. Rote Markierungsstäbe entlang von Straßen und Wegen zeigen bereits den ungefähren Verlauf an. Bis Ende des Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

"Der Breitbandausbau ist wichtig für die Kommune", betonte Lorenz. Er machte aber auch klar, dass es ein Wagnis gewesen sei, im Außenbereich Glasfaserkabel bis zum letzten Haus zu verlegen. Viele Fragen zum Anschluss erreichten bereits das Rathaus.

Die Amplus AG gibt dazu zweimal die Gelegenheit zur Information. So ist sie beim Bürgerfest am bevorstehenden Wochenende mit einem Informationsstand vertreten. Am 20. Juli beginnt um 19.30 Uhr ein Informationsabend in der Aula des Schulzentrums. Amplus selbst hofft, mit dem Breitbandausbau einen Fuß in den Landkreis Tirschenreuth bekommen zu haben. Kommunalberater Robert Scholz beschrieb beim Spatenstich kurz den Hybridausbau im Gemeindebereich. Nach der Fertigstellung surfen im Ortskern und in der Zweifelau rund 200 Adressen mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde. 123 Haushalte in den umliegenden Ortsteilen dagegen können die doppelten Geschwindigkeiten im Download erreichen.

912 607 Euro sind für das Projekt veranschlagt. 800 000 Euro werden durch die Breitbandförderung abgedeckt. Zur Finanzierung des schnellen Internets hob die Gemeinde selbst die Grundsteuern A und B vor vier Jahren um 20 Prozentpunkte an. Erst wenn der Breitbandausbau abgeschlossen ist, soll es mit der Erschließung des zweiten Bauabschnitts Steinäcker weitergehen.

Eigentlich sollte dort seit Mai gearbeitet werden. Rechtliche Fragen, so auch noch nicht abgeschlossene Widersprüche, führten zu Verzögerungen. Dazu kam, dass die Firma Markgraf auch den Zuschlag für die Tiefbauarbeiten beim Breitbandausbau erhalten hat. Diese Arbeiten erhielten aufgrund ihrer zeitlichen Bindung Vorrang.
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