20.02.2018 - 20:00 Uhr
Immenreuth

Über Städtebauförderung zu neuem Erscheinungsbild Mehlmeisel hat Großes vor

Im zweiten Anlauf soll es endlich klappen. Seit 2009 ist die Gemeinde bemüht, die Neugrüner Straße auszubauen und in einen verkehrssicheren Zustand zu versetzen.

Bürgermeister Franz Tauber, rechts neben dem Rolltisch, hätte gerne ein paar Besucher mehr gehabt.
von Bernhard KreuzerProfil

Mehlmeisel. Am Widerstand von Grundstückseigentümern gegen den Bau eines Gehwegs und einer Verbreiterung der Straße scheiterte es bisher, die Vorgaben des Straßenbauamts zu erfüllen. Einen vielversprechenden Weg stellte am Montag Bürgermeister Franz Tauber im Haus des Gastes vor.

Geringes Interesse

Der Rathauschef war ein bisschen enttäuscht von der Besucherzahl, dafür waren nach der Vorstellung der Vorplanung begeisterte Stimmen zu hören, die sagten: "Das wird eine schöne Sache." In zwei Bauabschnitten soll nun über die Städtebauförderung die Ortsmitte ein neues Gesicht bekommen. Einbezogen darin ist die Neugrüner, Straße vom Friedhof über das Rathausumfeld und den Schnaitbachplatz. Der von WGF Objekt Landschaftsarchitektur GmbH aus Nürnberg präsentierte Entwurf für die Straßen- und Landschaftsplanung ist Ausgangspunkt für die weitere Planung, Kostenberechnung und die Förderanträge. Sanierungsbedarf wird gesehen für die Neugrüner Straße, Friedhof mit Eingangszone, Kirche mit Vorplatz, Umfeld der Kriegergedächtniskapelle, Rathausumfeld und Schnaitbachplatz.

Im Detail ist vorgesehen, ab Beginn des Friedhofs die Straße auf eine Breite von sechs Metern zu weiten und mit einem Pflasterbelag zu versehen. Aufgrund weiterhin fehlender Bereitschaft, Grundstücksflächen zu verkaufen wird die Straße im Abschnitt Friedhof und Pfarrhaus auf vier Meter verengt, um Platz für den Gehweg zu erhalten.

Der Gehweg führt weiter südlich der Kirche über den Prozessionsweg zurück zur Straße. Die hier bestehende Treppenanlage wird abgebaut und barrierefrei zu einer Rampe gestaltet. Der Friedhof bekommt auf der anderen Straßenseite einen Parkplatz mit Sammelplatz.

Eine neue Definition erhält der Kirchenvorplatz und wird gestalterisch in die Planung mit einbezogen, vorausgesetzt die Kirche willigt ein. Die räumliche Vorgabe gibt dabei das Kirchenschiff. Gewünscht wird, die Asphaltfläche zur Straße hin ebenfalls durch Pflaster auszutauschen. Überlegt wird den Kirchenvorplatz entweder mit einer geschlossenen oder offenen Grünfläche abzuschließen. Kein adäquates Umfeld besitzt die Kriegergedächtniskapelle und steht verloren im Raum, hieß es bei der Vorstellung. In diesem Zusammenhang ist der Abbruch des gegenüberliegenden und von der Gemeinde erworbenen Anwesens Mühlgasse 2 eingeplant, um Raum nach Osten zu schaffen.

Die Linde neben der Kapelle bleibt als Naturdenkmal erhalten. Der Straßenverlauf um die Kapelle soll nach Süden verschoben werden, um mehr Raum zu erhalten und der Platz um die Kapelle soll gepflastert werden. Ein Gehweg auf der gegenüberliegenden Straßenseite wäre für Schüler bedeutsam.

Ufermauer ersetzen

Der zweite Bauabschnitt widmet sich dem Schnaitbach und Rathausplatz. Ersetzt werden muss die einsturzgefährdete Ufermauer des Gewässers zur Straße. Erwogen wird, die Mauer auf die Westseite des Bachs zu verlegen, um den Straßenquerschnitt auf sechs Meter und für einen zwei Meter breiten Gehsteig verbreitern zu können.

Eine Böschung könnte dann die Straße vom Bach trennen. Denkbar wäre ebenso, die alte Bachmauer durch eine neue zu ersetzen. Bei den notwendigen Arbeiten wird aller Voraussicht nach ein wasserrechtliches Verfahren erforderlich. Deshalb wurde für das Wehr des Schnaitbachs eine Fischtreppe eingeplant, die durch den Schnaitbachplatz führt. Hier ist auch Richtung Westen ein neuer Wanderweg berücksichtigt.

Mehr Parkplätze

Keine großen Änderungen wird der Rathausplatz selbst erfahren. Anstelle der nicht mehr benötigten Bushaltstelle treten Parkplätze. Gehwege von zwei Meter Breite sind beidseits der Hauptstraße in der Planung. Noch offen blieb mit welcher Art Pflaster die Straßen, Gehwege und Plätze belegt werden. Anstelle der bisherigen Peitschenmasten für die Straßenbeleuchtung treten Schirmleuchten.

Bürgermeister Franz Tauber sprach den Wunsch aus, alle Bürger vom Konzept überzeugen zu können. Luxusleistungen werde es nicht geben. Im ersten Bauabschnitt müsse noch der Wasserleitungs- und Kanalbau einbezogen werden. Dieses Jahr möchte er noch in das Projekt einsteigen.

Die Bürger sprachen den Wunsch aus, die Friedhofsmauer gleich mit einzubringen, ein Straßenpflaster auszuwählen, das wenig Rollgeräusche verursacht und dass die Strabs nicht mehr greift.

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