23.02.2018 - 20:00 Uhr
Immenreuth

Wasser macht keine im alten Schloss in Kulmain Wände mehr feucht Rathaus: Ende in Sicht

Rudi Wurzelbacher und Matthias Graßler beenden bald ihre Arbeit im historischen Schloss. Zweieinhalb Jahre ist die Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes ihr Arbeitsplatz. Im Juni will die Gemeinde hier wieder einziehen.

Bürgermeister Günter Kopp ist begeistert von der Arbeit der Handwerker Rudi Wurzelbacher und Matthias Graßler (von links), die dabei sind, den Keller des alten Schlosses trockenzulegen. Bild: bkr
von Bernhard KreuzerProfil

Kulmain. Bürgermeister Günter Kopp ist von der Arbeit der beiden Handwerker begeistert. Mit Weitsicht und guten Vorschlägen erledigten sie ihren Auftrag. Ein großer Schwerpunkt dabei ist, die einst feuchten Räumlichkeiten des alten Schlosses dauerhaft trocken zu legen und dem ursprünglichem Mauerwerk wieder sein romantisches Aussehen zurückzugeben.

Der Arbeitsplatz der beiden Handwerker befindet sich zurzeit im Keller. Dort ist die Nässe noch zu sehen und zu spüren, weil nach unten sickerndes Hangwasser durch das Mauerwerk dringt. Die Feuchtigkeit bekommt nun durch eine kapillarbrechende Schicht freien Weg ins Freie. Splitt und wassersammelnde Ableitungen führen es zusammen.

Rinnsale sind im Keller zu sehen, aber auch noch die Brandspuren von 1834 am Gewölbe. Das alte Mauerwerk wird freigelegt, verfugt und nicht verputzt, damit die Wände trocken bleiben, Schimmel keine Chance mehr hat und das Gewölbe seinen geschichtlichen Charakter beibehält.

"Das Wasser haben wir im Griff", sagt Rudi Wurzelbacher und deutet auf ein Rinnsal mit klarem Wasser. Gezielt wird es aus dem Gebäude abgeleitet, dessen Boden mit Pflasterklinker ausgelegt wird. Eine gute Luftzirkulation hilft künftig ebenfalls, die Räumlichkeiten trocken zu halten.

Nach drei Jahren Sanierung wird das Rathaus ein ganz schmuckes Herzstück der Gemeinde mit barrierefreiem Zugang und großzügigen Büroräumen. 1,7 Millionen Euro werden bis zum Einzug verbaut sein.

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