15.01.2018 - 20:00 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

Gemeinde Immenreuth ehrt beim Neujahrsempfang vier neue Träger der Bürgermedaille Kommunales Leben geformt

Auf kommunaler Ebene und im Vereinsleben kommt Josef Deyerling, Christoph Engelbrecht, Hermann Melzner und Heinrich Thurn eine Vorbildfunktion zu. Dafür erhält das Quartett am Sonntag beim Neujahrsempfang die Bürgermedaille der Gemeinde Immenreuth.

Mit Hermann Melzner, Heinrich Thurn und Christoph Engelbrecht (vorne von links) ehrten amtierender Rathauschef Josef Hecht, dritter Bürgermeister Eberhard Besold und Bezirksrat Toni Dutz (hinten von links) drei der vier neuen Träger der Bürgermedaille. Bilder: bkr (2)
von Bernhard KreuzerProfil

Der Gemeinderat hatte den Vieren in der Sitzung am 9. Dezember diese Auszeichnung zugesprochen. Zur Feierstunde nach dem Gottesdienst hieß amtierender Bürgermeister Josef Hecht in der Aula des Schulzentrums Vertreter der Kirchen, aus der Politik, der Wirtschaft sowie aus 43 Vereinen und Organisationen der Gemeinde willkommen.

Träger als Vorbilder

Hecht verzichtete in seiner Begrüßung auf eine Rück- und Ausschau in der kommunalen Entwicklung. "Heute ist es mir viel wichtiger zu danken, alle jenen die sich über das ganze Jahr hinweg einbringen, helfen, unterstützen und das Gemeindeleben mit gestalten." Ein Vorbild dazu seien die neuen Träger der Bürgermedaille. Der Redner erinnerte an die Verdienste aller, die das kommunale Leben sowie die Entwicklung gestalten und formen. Besondere Anerkennung galt den Ehrenamtlichen, Akteuren in den Helferkreisen der Flüchtlinge und jenen, die sichere Arbeitsplätze in der Gemeinde garantierten sowie Förderer und Gönner seien. Besonders hob Hecht die Verdienste der Jugendarbeit bei den Vereinen heraus. In diesem Zusammenhang bat er um Vorschläge für einen Jugendbeauftragten, um die vakant gewordene Stelle wieder zu besetzen.

Einen Lob sprach der zweite Bürgermeister dem Gemeinderat für die große Harmonie aus: "Ich kann euch versichern, wir werden uns diesbezüglich nicht von Störfeuern, die in letzter Zeit immer öfter zu Wort kommen, auseinander dividieren lassen." Nicht zuletzt würdigte Hecht den Jugendchor "Bunte Töne" mit Leiterin Gerlinde Haberkorn. Mit mehreren Vorträgen gestaltete dieser den Neujahrsempfang musikalisch.

Die Auszeichnung von Christoph Engelbrecht begründete Hecht mit dessen 34-jähriger Tätigkeit als Feuerwehrkommandant. In dieser Zeit seien ein neues Gerätehaus und das Mehrzweckgebäude auf der Fischerwiese gebaut sowie mehrere Feuerwehrfahrzeuge angeschafft worden. Seine Leistungen würdigten die Brandschützer mit der Ernennung zum Ehrenkommandanten. Engelbrecht war zudem 30 Jahre Gemeinderat, davon sechs Jahre zweiter und 18 Jahre dritter Bürgermeister.

Rat und KAB-Gründer

Hermann Melzner gehörte dem Gremium von 1972 bis 2001 an. Zwölf Jahre führte der Ehrenvorsitzende den CSU-Ortsverband und war von 1972 bis 1996 Mitglied des dem Kreisrats. 1983 hat er die Kommunale Dankurkunde, 1984 die Verdienstmedaille in Silber, 1990 den Ehrenring des Landkreises in Gold, 1993 die Bundesverdienstmedaille und 1997 die Schmeller-Plakette in Silber erhalten. Darüber hinaus gründete Melzner die örtliche KAB, an deren Spitze er 27 Jahre lang stand, führte von 1979 bis 1991 den Sportverein und fungierte dort als Jugendbetreuer, Schiedsrichter sowie als Mädchen für alles. Bei der Feuerwehr Ahornberg verdiente er sich als langjähriger Kassier und Protokollführer Anerkennung. Ebenso war er Mitbegründer des Kreisjugendrings Kemnath und 15 Jahre lang Berichterstatter für den "Neuen Tag".

Schule und Musik gehören zum Leben von Heinrich Thurn . 38 Jahre zählte seine pädagogische Laufbahn, eingebunden darin 26 Jahre als zweiter Vorsitzender des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband. Über 40 Jahre leitete er den Sängerbund und war begeisterter Basssänger im Kirchenchor. Dem Pfarrgemeinderat führte er 24 Jahre als Vorsitzender, gehörte der Kirchenverwaltung an und organisierte 35 Weihnachtssingen. Auf der politischen Seite brachte sich Thurn 24 Jahre als Gemeinderat ein. Von 1990 bis 1996 vertrat er den Bürgermeister.

Aus gesundheitlichen Gründen konnte Josef Deyerling am Neujahrsempfang nicht teilnehmen. Ihm werden Urkunde, Medaille und Anstecknadel diese Woche nachgereicht.

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