Immenreuther Ursprung-Biker spenden 1111 Euro für Sporttherapie und Krebsforschung in Erlangen
Biker unterstützen Kinderklinik

Im Sportraum an der Uniklinik Erlangen übergaben Peter Besold und die Mitglieder der Ursprung-Biker einen Scheck über 1111 Euro an Prof. Dr. Markus Metzler. Bild: Lucia Seebauer
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Immenreuth
27.02.2018
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Immenreuth/Erlangen. Anstatt eines Geschenks wünscht sich Peter Besold zu seinem 50. Geburtstag Geld. Aber für sich selbst. "Nein, ich wollte den Betrag an kranke Kinder spenden", betonte er im Uniklinikum Erlangen.

Den Ursprung-Bikern aus Immenreuth gefiel die Idee ihres Freundes, und sie ließen sich dazu was einfallen. Sie entwarfen Aufnäher (Patches) und verkauften sie an Besolds burtstagsgäste. "Viele Leute gaben sogar mehr Geld als die Patches kosteten", erinnert sich Vereinsmitglied Florian Hösl. Rund 500 Euro kamen auf diese Weise zusammen. "Das reichte uns aber noch nicht", sagte Hösl. So veranstaltete dieser bei seinem Geschäft Flo's Räucherei einen Glühweinverkauf. Der Erlös daraus sowie weitere Spenden von Zimmerer Thomas Heser und den Ursprung Bikern ergeben schließlich 1111 Euro. Zusammen entschieden sie, das Geld an die Kinderkrebsstation im Uniklinikum Erlangen zu spenden.

"Das Geld können wir sehr gut gebrauchen", meinte Oberarzt Prof. Dr. Markus Metzler bei der Übergabe. Der Leiter der onkologischen Station 2 C fand die Aktion total stark. "So sehen Betroffene, dass sie nicht vergessen werden. Krebskranke Kinder und Jugendliche haben keine Lobby in Deutschland, sind aber Realität. Obwohl wesentlich mehr möglich wäre, sind Kinderkliniken und -onkologien völlig unterfinanziert."

Die Biker wollen den Geldbetrag splitten. Die eine Hälfte wird für Sporttherapie, die andere für angewandte Forschung gespendet. "Sport ist in der Schule Pflicht. Im Krankenhaus ist das aber kaum existent, auch wenn es sinnvoll wäre. Geräte oder Therapie werden von den Krankenkassen nicht bezahlt", erklärte Metzler. Ähnlich sei es im Bereich Forschung. "Aus Sicht der Wissenschaft wäre vieles möglich, dennoch dauert es lange, bis die Kassen zahlen."

Etwa 15 Kinder werden regelmäßig stationär behandelt. Um ihnen und ihren Angehörigen so viel Normalität wie möglich zu bieten, gibt es im Klinikum Spielzeug, Sportgeräte und Aufenthaltsräume. "Das finanziert sich nicht von alleine", so der Arzt. Zum Schluss überreichten Besold sowie die Ursprung-Biker einen Scheck und einen Aufnäher von der Party. "Jeder Patch ist für uns ein Symbol. Dieser steht für die Erinnerung an den heutigen Tag", erklärte Hösl.
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