26.03.2018 - 20:00 Uhr
Immenreuth

Jagdgenossenschaft Ahornberg blickt auf ein ruhiges Jahr Sikahirsch bleibt auf der Strecke

Die Jagdgenossenschaft Ahornberg blickt auf ein eher ruhiges Jahr zurück. Von einer Premiere berichtet Jagdpächter Bernhard Schönfelder.

von Bernhard KreuzerProfil

Ahornberg. Auf kaum nennenswerte Wildschäden verwies Jagdvorsteher Walter Schlicht. In der Kasse der Jagdgenossenschaft blieb der Zuschuss von 5000 Euro für den Waldwegebau auf dem Schadersberg. Einen gleichen Betrag sicherte die Gemeinde für die Maßnahme zu. 12 000 Euro selbst wären auf die Waldbesitzer entfallen.

Schlechtes Wetter verhinderte die Arbeiten, die in diesem Jahr verwirklicht werden sollten. Einstimmig beschlossen deshalb die 21 anwesenden Jagdgenossen, den Jagdpachtschilling wieder für den Wegebau zurückzulegen. Ausgebessert werden muss laut Schlicht auch der Eichelgartenweg. Er wurde in den Wintermonaten von Schnee freigehalten. Dabei wurde nicht nur Schnee weggeräumt, erklärte der Vorsteher.

Keine rechte Antwort fand er auf die Einladung des Landratsamts. Sie wurde von der Forst AG Ebnath, die zu 100 Prozent der Bayrischen Rückversicherung gehört, veranlasst. "In Tirschenreuth müssen alle Jagdgenossenschaften antreten", betonte Walter Schlicht. Er beanstandete aber die Form der Einladung. Der Grund, warum alle wegen "einer Streitsache" in Tirschenreuth antanzen sollen, sei nicht ersichtlich und nur zu vermuten. Soweit bei dem Anhörungsverfahren Entscheidungen getroffen werden müssen, behielten es sich die Jagdgenossen vor, diese in einer eigenen Versammlung zu beraten und zu beschließen. Ein Mandat dafür wurde dem Jagdvorsteher nicht erteilt.

Schlicht beendete seinen Rückblick mit einem Dank an die Jagdpächter und das von ihnen gespendete Rehessen. Aufgrund des nicht abgerufenen Zuschusses für den Waldwegebau konnte der erkrankte Kassenführer Georg Scherm schriftlich einen positiven Abschluss vorlegen. Die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde hob dritter Bürgermeister Eberhard Besold heraus. Er dankte für die geputzten Gräben der Feldwege und sicherte die Unterstützung bei der Schadensbeseitigung am Eichelgartenweg zu.

Neben dem erstmals erlegten, aus Ostasien stammenden Sikahirschen, blieben 10 Rehe, 4 davon erlegten Autofahrer, 2 Hasen, ebenfalls Opfer des Straßenverkehrs, 9 Füchse, 1 Dachs und 13 Wildschweine mit auf der Jagdstrecke, berichtete Jagdpächter Schönfelder. Er dankte den Jagdgenossen, dass sie als Treiber zur Verfügung gestanden haben. "Kurzfristig war ein halbes Dorf auf den Beinen." Zudem sei die Wildschadensabwicklung problemlos gewesen.

In Tirschenreuth müssen alle Jagdgenossenschaften antreten.Jagdvorsteher Walter Schlicht
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