Neujahrsschwimmen in Immenreuth
Kalter Klassiker

Die Wasserwacht aus Kemnath trat in Formation auf.
Vermischtes
Immenreuth
03.01.2017
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Rekordteilnahme und trotzdem dunkle Wolken über dem Immenreuther Neujahrsschwimmen: Die Organisatoren wissen nicht, ob es weiter geht.

Einen neuen Teilnehmerrekord verzeichnete ISI beim Neujahrsschwimmen. Den Startschuss gaben die Böllerschützen der Schützengesellschaft. Was heuer benötigt wurde, war ein Eisbrecher. Survival Bushcraft aus der Frankenpfalz erledigte dies und legte mit einer Axt eine "Fahrrinne" für die mutigen Eisbären frei.

"Die Wärmehalle platzt aus allen Nähten", verkündete bei der Begrüßung ISI-Vorsitzender Alexander Danzer. An Gruppen konnte der neben Survival Bushcraft, Weiding-Weidenberg, das Urgestein, Die Schwemmers, Misch-Masch, Lea, den MSC Frankenpfalz, Die drei (vier) Eisheiligen sowie den Schwartenclub und die Wasserwacht aus Kemnath begrüßen. Zum Drafi-Deutscher-Oldie "Marmor, Stein und Eisen bricht" passte der Einsatz für die drei Zentimeter dicke Eisschicht.

Am Ende stand die Frage: Wird es ein Neujahrsschwimmen 2018 geben? Eine Antwort hängt von vielen Faktoren ab. Pessimistisch selbst schaut ISI in die Zukunft. Etwas enttäuscht waren die Organisatoren auch, dass der Gastraum des Kiosks nicht für die Betreuung der Besucher genutzt werden konnte. So mussten die warmen Getränke und die heißen Würstchen im Freien bei den Holzfeuern angeboten werden.

Drei ganz abgebrühte


Jutta Schlosser, Roland Rabenstein und Christine Fenzel (von links) nach dem eiskalten Bad beim Aufwärmen. Bei jedem Neujahrsschwimmen waren sie dabei.

Es gibt drei besonders abgebrühte Fans des Neujahrsschwimmens im Naturerlebnisbad. Noch keinen einzigen Sprung ins kalte Wasser ließ das Trio bisher aus. Zum fünfzehnten Mal bewiesen am Sonntag Jutta Schlosser aus Immenreuth, Roland Rabenstein aus Kemnath und Christine Fenzel aus Haidenaab ihre robuste Gesundheit. Die Eisschollen im Becken, die Temperaturen um den Gefrierpunkt konnten sie nicht abhalten, auch das Jahr 2017 mit einem kühlen Bad zu beginnen.

Für das hartgesottene Trio sagte Christine Fenzel: "Mit dem Neujahrsbad gehe ich gesund durchs Jahr. Erkältungskrankheiten kenne ich nicht." Ihr Ziel war schon immer einmal zum Weihnachtsbaden nach Sylt zu fahren. Das war ihr aber zu weit. Das Neujahrsschwimmen in Immenreuth kam ihr deshalb gerade recht.

Die einzige Vorbereitung besteht für sie darin, sich täglich in der Früh kalt zu waschen. "Das macht wach", lächelt sie. Die Sprünge ins eiskalte Wasser taten dies sicherlich auch. Für die drei hartgesottenen Schwimmer hatte ISI-Vorsitzender Alexander Danzer ein Geschenk dabei. Zu dem besonderen Duschbad, das jeder Teilnehmer bekam, erhielten die drei unverfrorenen und treuen Neujahrsschwimmer ein extra Aufwärmset.
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