29.06.2017 - 20:00 Uhr
ImmenreuthOberpfalz

SFZ Immenreuth im Geozentrum Steine erforschen und erleben

Mit faustgroßen Steinen in der Tasche machte sich die Klasse 5/6 des Sonderpädagogischen Förderzentrums Immenreuth Ende Mai auf ins Geozentrum an der KTB.

Im Geozentrum an der KTB dürfen die Schüler den Bohrturm bis zur Besucher-Plattform besteigen. Auch der Erdbebensimulator zieht die Kinder an. Bilder: hfz
von Redaktion OnetzProfil

Immenreuth/Windischeschenbach. Nach Windischeschenbach zu der Exkursion in die Erdgeschichte eingeladen hatte das Bayernwerk. Wir wollten Steine erforschen und erleben. Frau Mack zeigte uns einige: Kaolin, Bims, Obsidian, Salzstein, Marmor und Kalkstein mit Fossilien. Wir durften alle in die Hand nehmen, betrachten und befühlen. Danach stellten wir einen "Lügenstein" her. Dazu drückten wir Muscheln in die Knetmasse, nahmen sie wieder heraus und gossen Gips in die Vertiefung. Nach dem Trocknen durften wir unseren "Fossilstein" mit nach Hause nehmen. Nun ging es an die Erforschung unserer mitgebrachten Steine. Mit Hilfe von Salzsäure stellten wir fest, ob es sich um einen Kalkstein oder Marmor handelt, denn dann schäumte es leicht. Wir kratzten mit Nägeln in die Steine und merkten so, ob sie hart oder weich waren. Mit den weicheren Steinen konnten wir sogar malen. Wir legten unsere Steine unters Mikroskop und konnten jetzt die kleinsten Einzelheiten erkennen. Dann wurde es spannend. Jeder bekam eine Schutzbrille und versuchte, seinen Stein zu zertrümmern. Das war gar nicht so leicht! Die Bruchstücke legten wir unters Mikroskop und schauten nun ins Innere hinein.

Plastisches Gestein

Im Anschluss erfuhren wir im Rahmen einer Führung, warum ausgerechnet in Windischeschenbach eines der tiefsten Bohrlöcher der Welt entstanden ist: Hier stoßen zwei Kontinentalplatten aufeinander. In einer Tiefe von 9101 Metern verändert sich bei 300 Grad Celsius das Gestein. Es wird plastisch, das heißt weich und formbar.

Ein Abenteuer war auch die Besteigung des Bohrturms. Mit 83 Metern handelt es sich um die höchste Landbohranlage der Welt! Wir schauten uns auf 13 Metern Höhe einen Film über die Bohrarbeiten an.

Erde bebt

Nachdem wir schon einen Seismographen zum Aufzeichnen von Erdbeben angesehen und erfahren hatten, dass es bei uns täglich leichte Beben gibt, stellten wir uns zum Abschluss noch auf einen Erdbebensimulator.

Klasse 5/6 des Sonderpädagogischen Förderzentrums Immenreuth

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