26.02.2018 - 20:00 Uhr
Immenreuth

Vorsteher der Jagdgenossenschaft Punreuth befürchtet Probleme bei Verpachtung wegen ... Wolf bedroht Jagdgenossenschaften

Wildschweine treiben vielerorts ihr Unwesen auf Äckern und Wiesen. Auch Krähen werden zunehmend zum Ärgernis. Ernst nehmen die Punreuther Jagdgenossen auch mögliche Folgen durch den Wolf in Bayern.

von Roman MelznerProfil

Vorsteher Anton Dötterl befürchtete in der Jahreshauptversammlung im Feuerwehrgerätehaus Plößberg, dass es zur Auflösung von Jagdgenossenschaften kommen kann, wenn der Wolf sesshaft werde. Das Rehwild werde abwandern, und ohne werde eine Verpachtung nicht mehr möglich sein. Diese Problematik habe er Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht bei einer Veranstaltung in Immenreuth ausführlich geschildert.

Nach dem Totengedenken, besonders für die verstorbene Jagdgenossin Monika Müller, und dem Protokoll von Schriftführer Rainer Raps berichtete Dötterl von mehreren Wildschäden durch Wildschweine im Getreide, im Mais und auf Wiesen. Die Schäden seien von mehreren Personen begutachtet und beglichen worden. Insgesamt sei ein ungewöhnlich hoher Anstieg von Schäden auf Wiesen zu verzeichnen. Benachbarte Jagdgenossenschaften hätten Gleiches beobachtet, erklärte der Vorsteher. Ursachen dürften der nasse Herbst sowie der frostfreie und schneearme Winter gewesen sein.

Dötterl hatte sich hierzu Gedanken gemacht und diskutierte mit den Mitgliedern über ein Wiesenpflegegerät mit Einsaat. Es meldeten sich auch Stimmen, wonach sich auch Krähen immer öfter an der Ernte vieler Landwirte bedienten.

Die Jagdpächter hätten die beschlossenen Wildwarnreflektoren montiert, die die Genossen zur Hälfte bezuschusst haben, teilte Dötterl mit. Anfang Mai seien die verstopften Durchläufe mit einem Spülwagen gereinigt worden. Dieser Aufgabe habe sich Michael Schroller angenommen. Die Gemeinde habe das Problem mit Erlenanflug und herein gewachsenen Ästen im Tiefenlohweg gelöst. Geplätzt sei der Kauf einer Astschere durch die Kommune, um die Wegepflege zu erleichtern. Der Jagdvorsteher besuchte weiter eine Informationsveranstaltung des Bayerischen Bauernverbandes zur afrikanischen Schweinepest, die Vereinsvorständeversammlung zur Festlegung der Termine sowie den Neujahrsempfang der Gemeinde. Dötterl wies noch auf das forstliche Gutachten zur Waldverjüngung hin, dessen Auftaktveranstaltung am 12. März in Hohenwald bei Tirschenreuth ist. Das Jagdkataster wird bis zur nächsten Versammlung mit Wahlen in Zusammenarbeit mit dem Vermessungsamt aktualisiert.

Dötterl dankte abschließend den Jagdpächtern Josef Dötterl und Michael Schreyer fürs das Jagdessen im November in Ölbrunn sowie die gute Arbeit und seinen Vorstandskollegen für die Unterstützung. Von soliden Kassenverhältnissen sprach Schatzmeister Markus Schmid, was Bernhard Pocker bestätigte. Einstimmig sprachen sich die Genossen dafür aus, den Jagdpachtschilling für Rücklagen für den Wegebau zu verwenden.

Pächter Schreyer dankte für die Unterstützung bei der Anschaffung der Wildreflektoren. Wo diese montiert seien, gebe es deutlich weniger Unfälle. Der Abschussplan sei erfüllt worden. Zur Strecke kamen zudem 12 Wildschweine und 5 Füchse. Der Jagdpächter dankte weiter Gerhard Popp für die stets verlässlichen Räumarbeiten im Winter mit einem kleinen Präsent. Dritter Bürgermeister Eberhard Besold ging kurz auf das Kernwegenetz ein, das auf Eis liege, sowie auf die Gründe für den nicht erfolgten Kauf der Astschere. Er dankte ebenso den Jagdpächtern und -genossen für ihre Arbeit.

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