02.03.2018 - 20:10 Uhr
Irchenrieth

Bürgerversammlung der Gemeinde Irchenrieth Pro-Kopf-Guthaben von 1290 Euro

Das Bild, das Bürgermeister Josef Hammer in der Bürgerversammlung vor 40 Zuhörern zeichnete, ist ein Spiegelbild dessen, was im Ort zu sehen ist. In den zehn Jahren seiner Amtszeit seien 166 Bauplätze verkauft und bebaut worden. Dadurch wuchs die Einwohnerzahl auf 1443, darunter 98 Kinder bis sechs Jahre und 156 Kinder und Jugendliche von acht bis 18 Jahre. Von der Einwohnersteigerung partizipiert die Gemeinde über den Einkommensteueranteil von 727 500 Euro. Dazu noch Schlüsselzuzweisungen von 406 000 Euro sowie Gewerbesteuer von 188 851 Euro und Grundsteuer (79 000 Euro). Demnach habe sich die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft, die pro Einwohner berechnet ist, auf 181900 Euro erhöht.

von Ernst FrischholzProfil

Die Finanzen haben sich gut entwickelt. Die Gemeinde hat noch 124 300 Euro langfristige Kredite offen. Das ergibt rechnerisch eine Pro-Kopf-Verschuldung von 86 Euro. Tatsächlich hat man 1,94 Millionen Euro Barvermögen. Gegengerechnet ergibt dies ein Pro-Kopf-Guthaben von 1290 Euro. 2017 wurden 27 Bauplätze und 4 Gewerbeflächen verkauft. Die Erschließung der Baugebiete Süd-West II für 610 000 Euro und Wiesenstraße für 660 000 Euro wurden ohne Kredit geschultert.

Hammer führte noch viele Investitionen wie den Gemeindetruck mit Winterausrüstung für 135 000 Euro an. Vorausblickend ging er auf das Baugebiet "Hinter den Gärten III" mit 37 Parzellen ein, von denen alle reserviert sind. Mit der Erschließung kann noch nicht begonnen werden, weil eine Normenkontrollklage vor Gericht anhängig ist. Eine weitere Klage läuft gegen den Freistaat bezüglich des Neubaus eines Feuerwehrhauses. "Wir haben aber die Baugenehmigung und sind bereits in die Ausschreibung gegangen", sagte der Bürgermeister.

Das neue Feuerwehrauto wird angekauft, wenn der Rohbau des Feuerwehrhauses steht. Die Heizung für das Jugendzentrum (JUZ) und den Bauhof ist eingebaut. Die ehemalige Wohnung im JUZ wird für die Musikschule und die Mutter-Kind-Gruppe umgebaut. In die Wege geleitet ist die Erweiterung des Kindergartens. Hammer hob die gute Zusammenarbeit mit Pfarrer Alfons Forster heraus. Im Zuge des Feuerwehrhausbaues wird die Renaturierung des Gleitsbaches angegangen.

Keine großen Probleme wälzten die 40 Bürger bei ihren Anfragen. Willi Krapf sprach den Gleitsweg an, der durch die Erschließung der Baugebiete durch den Lkw-Verkehr sehr in Mitleidenschaft gezogen sei. Der Bürgermeister bedauerte, dass man im Herbst für die Sanierung keine Firma mehr bekommen habe.

Günther Wolfrum möchte, dass der Gehweg von der Siedlung bis zum Dorf ausgebaut wird. "Wir haben momentan keinen Grund zur Verfügung", erklärte Hammer. Der jetzige Schotterweg sei eine Notlösung. Alexander Erl sprach die Ausfahrt bei der Norma auf die Ortsstraße und die Einfahrt in die Bundesstraße als Gefahrenpunkte an. Die Probleme könnten mit einer Haltlinie gelöst werden, fügte er an. Hammer versprach, mit dem Besitzer der Norma und dem Straßenbauamt zu reden. Hier handele es sich nur um eine Versetzung eines Verkehrsschildes.

Hans Ram sprach das geplante Baugebiet "Hinter den Gärten" mit der Ausfahrt an der Kapelle an, die für 37 Bauplätze zu wenig sei. Es wird zwei Ausfahrten geben, erklärte der Rathauschef. Marika Wurzer bemängelte das dürftige Kinderferienprogramm. Dies hänge von den Vereinen ab, so Hammer. Alexander Erl meinte, dass sich wenig Neubürger in den Vereinen engagieren würden. Die anwesenden Vorsitzenden der Feuerwehr (Reinhard Ach) sowie Reinhold Gilch und Günter Wolfrum (DJK) widerlegten dies. Zum Schluss stellte Hammer den in Irchenrieth wohnenden Kfz-Meister Michael Heuberger als neuen Gemeindearbeiter vor.

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