Gemeinderat Irchenrieth ist sich einig:
Baugebiet und Bauernhof vertragen sich

80 Jahre hat diese Rundbogenbrücke bald auf dem Buckel. Doch ihre Tage sind gezählt, obwohl ihr Asphaltrücken ganz neu ist. 2018 soll das Bauwerk erneuert werden und der Verkehr auf der B 22 über eine Behelfsumfahrung geleitet werden. Bild: fz
Politik
Irchenrieth
16.10.2017
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Die Gemeinde spricht von der Erschließung weiterer Bauplätze. Zwar existiert noch kein Bebauungsplan, aber 34 der 37 Parzellen sind schon reserviert. Doch es gibt auch Gegenstimmen.

Bürgermeister Josef Hammer will es schnell machen und den § 13b des Baugesetzbuches anwenden. Mit der bis Dezember 2019 gültigen Regelung entfallen für neue Baugebiete die Umweltverträglichkeitsprüfung und Vieles andere. Bedingung ist, dass sich das Baugebiet direkt an die Ortsbebauung anfügt.

Bereits im August fasste man den Aufstellungsbeschluss. Ab da gingen die Kaufgesuche ein. "Ich muss alle vertrösten, denn wir müssen erst Baurecht schaffen", sagte Bürgermeister Josef Hammer im Gemeinderat. "Hinter den Gärten III" wird das Areal heißen.

In der Sitzung galt es nun einen Einwand gegen das Vorhaben zu behandeln. Markus Forster hatte über einen Rechtsanwalt nach der öffentlichen Auslegung in einem Schreiben erklären lassen, dass er wegen des Baugebietes keinerlei Einschränkungen für sein landwirtschaftliches Anwesen akzeptiert. Der Gemeinde sei bekannt, dass er den Rinderstall erweitern möchte. Dabei handelt es sich um ein privilegiertes Vorhaben. Das Baugebiet würde seine Erweiterung blockieren.

Bürgermeister Hammer legte ein Gutachten vor, das Forsters Bedenken nicht teilte. Kernaussage: Selbst beim Neubau eines Stalls von Forster treten keine Emissionsprobleme zum Baugebiet hin auf. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, dass die Erweiterung des Betriebes dem Baugebiet nicht entgegensteht. Hammer ist zuversichtlich, dass im Dezember der Bebauungsplan Rechtskraft hat.

Beim Jugendzentrum ist wegen eines Wasserrohrbruches ein Stück Straße vorübergehend gepflastert worden. Hammer schlug vor, den Bereich neu zu teeren. Das Gremium vergab den Auftrag an die Firma Braun in Rothenstadt für 4700 Euro. Asphaltiert wird auch in Verbindung mit Maßnahmen des HPZ der Mühlbergweg, Kosten: 35 000 Euro.

Man sieht sie von oben kaum, aber auf Höhe des Anwesens von Fritz Kick führt neben dem Raithenbach eine Brücke unter der Bundesstraße 22 durch. Sie stammt von 1938. Nach 80 Jahren wird sie im nächsten Jahr erneuert, teilte Bürgermeister Hammer mit. "Die Bundesstraße wird gesperrt und eine Behelfsumfahrung gebaut." Es kann auch sein, dass die Wasserleitung der Muglhofer Gruppe verlegt werden muss. Die Arbeiten werden wohl das ganze Jahr dauern.

Hammer merkte an, dass erst vor kurzem der Belag der Bundesstraße erneuert worden sei. "Dann wird er wieder herausgerissen."

GleitswegKeinen Erfolg hatte der Antrag von Heidi Flessa, den 23 Bürger per Unterschrift unterstützten. Gefordert waren Kunststoffschwellen oder andere verkehrsberuhigende Maßnahmen im Gleitsweg.

Die Straße grenzt an das Baugebiet an. Schnelle Autos stellen hier eine Gefahr dar. Bürgermeister Hammer nannte es schwierig, hier etwas zu machen. Er verwies auf das Schild mit der Begrenzung auf 50 Stundenkilometer.

Noch deutlicher die Aussage der Polizei Vohenstrauß: "Die Straße hat wegen fehlender Bebauung überörtlichen Charakter. Bauliche Veränderung sind nicht möglich." Die Polizei versprach sich öfters mit der Laserpistole zu positionieren. "Mal sehen, wer da erwischt wird", resümierte Harald Hammer. (fz)
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