HPZ-Team tritt im Mai bei Special Olympics an
Medaillenjagd im hohen Norden

Die Teilnehmer der regionalen Spiele in Hof 2017. Bild: Verena Bönsch/exb
Sport
Irchenrieth
06.04.2018
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"Fußball Unified", "Fußball Traditional", Damenfußball, Leichtathletik, Boccia und Schwimmen - in all diesen Disziplinen gehen die Athleten der HPZ Rehasport Irchenrieth auf Medaillenjagd. Alle zwei Jahre finden in Deutschland die Nationalen Spiele für Menschen mit geistiger Behinderung statt. Unter dem Namen "Special Olympics" treten die Teilnehmer gegeneinander an - diesmal vom 14. Mai bis 18. Mai in Kiel. Insgesamt 4600 Athleten aus allen Bundesländern gehen in den verschiedenen olympischen Disziplinen an den Start.

Das Team des Heilpädagogischen Zentrums reist bereits am 13. Mai an. Untergebracht werden die 65 Teilnehmer in einer Jugendherberge. Die Delegation aus insgesamt 47 Athleten und 5 Unified-Partner wird von 10 Trainern und 3 freiwilligen Helfern ("Volunteers") begleitet. Der Verein HPZ RehaSport tritt nicht nur in den Wettbewerben an. Außerdem nehmen vier weitere Sportler am "wettbewerbsfreien Angebot" teil, betreut von den drei Volunteers.

Das Fußball-Unified-Team bestreitet seine Spiele auf dem Kleinfeld. Dabei kicken in einer Mannschaft sowohl Menschen mit einer geistigen Behinderung als auch Menschen ohne Handicap. Für das Unified-Team sind diese Wettkämpfe besonders wichtig: Alle vier Jahre finden die Internationalen Spiele statt - die Fußballer können sich also heuer mit einer guten Platzierung in Kiel für die Special Olympics in Abu Dhabi 2019 qualifizieren. Dafür trainieren die Kicker jeden Freitag trainiert, messen sich auch in anderen Turnieren. Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass die Chancen in Kiel gut stehen.

Das Traditional-Team versucht ebenfalls, mit seien zehn Fußballern eine der drei Medaillen zu ergattern. Mit der Erfahrung von Landesliga- und Bayernligaspielen sind die Athleten bestens auf das hohe Niveau eingestellt. Bei den Damen wird es heuer etwas schwieriger. Weil es an Teams mangelt, konnten sie sich nicht gegen andere Fußballerinnen beweisen und müssen gegen Herrenmannschaften antreten. Durch Qualifizierungsspiele am Anfang der Wettkampfwoche werden sie in eine etwa gleichstarke Gruppe eingeteilt.

Die Leichtathleten treten mit neun Athleten in Sportarten wie Ballweitwurf, Kugelstoßen, 100-Meter-Staffellauf und 50-Meter-Pendellauf an. Wie bei den vergangenen Spielen, als sie immer die meisten Medaillen gewannen, erhoffen sie sich wieder viele Einzelsiege. Mit etwas weniger Athleten, nämlich vier, treten die Schwimmer an. Für die bestmöglichen Platzierungen trainieren sie jeden Dienstag im HPZ-eigenen Schwimmbad. Mit dabei sind ferner zwei Boccia -Spieler.

Ein Höhepunkt der "Special Olympics": die Athletendisco zur Halbzeit der Spiele. Hier wird das bisherige Abschneiden ausgiebig gefeiert. Während der gesamten Woche haben die Athleten die Möglichkeit, sich in dem Programm "Healthy Athletes" von freiwilligen Ärzten und vielen ehrenamtlichen Helfern durchchecken zu lassen - unter anderem bei den Angeboten "Fitte Füße", "Bewegung mit Spaß", "Gesund im Mund", "Gesunde Lebensweise" und "Innere Stärke". Am 19. Mai sind die Spiele schon wieder zu Ende, und es geht mit den Bussen in Richtung Heimat.
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