06.08.2017 - 20:00 Uhr
IrchenriethOberpfalz

Feuerwehren und BRK üben Rettungseinsatz im Heilpädagogischen Zentrum Im Ernstfall könnte sich ein Problem stellen

Der Großeinsatz von Feuerwehr und Rotem Kreuz im Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) klappte nach kurzer Anfangshektik wie am Schnürchen. "Brand in Gruppenhaus II mit 14 Betreuten", lautete das Szenario der Übung. HPZ-Brandschutzbeauftragter Harald Dirnberger hatte dazu am Donnerstagabend Alarm ausgelöst. Die Feuerwehr Irchenrieth und ihr Kommandant Michael Hammer leiteten den Einsatz. Schirmitz, Bechtsrieth und Michldorf rückten mit sieben Autos an und wurden von Hammer eingewiesen. Gleich darauf kamen drei Rettungswagen des BRK. Die Bewohner des Wohnheims winkten von den Balkonen, die Betreuten in den Gruppenhäusern standen in weitem Abstand und staunten über das Geschehen, das vor ihren Augen ablief. Die Straße vor dem Gruppenhaus war nicht breit, deshalb herrschte zu Anfang Hektik bei den Einsatzkräften. Gruppenleiterin Peggy Chamkhi meldete BRK-Einsatzleiter Bernhard Kick, dass sich acht Bewohner in den Räumen, einer auf der Terrasse und im Keller und vier vor dem Eingang aufhielten. Inzwischen hatte die Feuerwehren schon Löschwasser. Eine Reihe von Atemschutzträgern aus Schirmitz, Bechtsrieth und Irchenrieth machte sich fertig, um Vermisste aus dem Haus zu holen. Minuten später waren die Eingeschlossenen in Sicherheit und das BRK machte sich an die Erstversorgung.

Feuer im Gruppenhaus II mit dreizehn Vermissten Personen war der Einsatzauftrag für die Rettungskräfteder Feuerwehren und des BRK
von Ernst FrischholzProfil

"Bitte das nächste Mal im Winter", bat Atemschutzträger Ralf Reinold als er sich tropfend wie ein Kieslaster aus dem Schutzanzug schälte. Bei der Schlussbesprechung für die 60 Einsatzkräfte stellte Einsatzleiter Hammer fest, dass auch er wieder einiges dazugelernt habe.

Verfolgt hatten die Einsatzübung auch Kreisbrandinspektor Uli Kraus und Kreisbrandmeister Martin List. Kraus betonte, dass jeder Einsatz sowie jede Übung hohe Konzentration erfordern. Wie der Kopf funktioniert, so funktioniert auch der Einsatz. Das Zusammenspiel mit dem BRK funktionierte gut. Dies betonte auch BRK-Einsatzleiter Kick. Er sprach Kick ein Problem an, das sich hoffentlich nie für die Retter stellt. Behinderte seien besondere Patienten. Für den Umgang mit ihnen seien die Einsatzkräfte nicht extra geschult. Im Ernstfall würden die Menschen in Panik ganz anders reagieren als bei einer Übung. , auf die sie vorbereitet wurden. Brandschutzbeauftragte Dirnberger führte an, dass solche Übungen den Menschen im Heim dennoch Sicherheit vermittelten.

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