13.11.2017 - 17:32 Uhr
Oberpfalz

Entwarnung aus dem Landratsamt Kein Problem mit Kuchen und Torten

Kemnath/Kastl. Die Vereine in der Region sind besorgt. Müssen die Damen am Kuchen-Büfett in Zukunft ellenlange Listen mit Inhaltsstoffen erstellen? Kündigen sich schärfere Kontrollen durch die Behörden an? "Ich habe keine Ahnung, woher solche Gerüchte kommen", beruhigt Helmut Völkl vom Landratsamt Tirschenreuth. "Normalerweise regelt es sich bei kleineren Vereinsfesten doch über das persönliche Gespräch mit den Kuchenspendern. Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht zu Tode verwalten", meint Völkl.

von Matthias Schecklmann Kontakt Profil

Gerüchte, dass es in Zukunft schärfere Vorgaben gebe, was die Angabe von Inhaltsstoffen auch bei kleinen Vereinsfesten betrifft, beschreibt er als haltlos. "In Wirtshäusern gibt es das ja schon lange. Gaststätten sind verpflichtet eine Allergenauszeichnung zu führen." Bei Vereinen laufe das aber anders. "Die Spender der Kuchen wissen doch genau, was drin ist, und da muss auch jeder, der auf etwas allergisch ist, so selbstverantwortlich sein und nachfragen", klärt Völkl auf. Die Vereine müssen sich also keine Sorgen machen, dass bald kein Mitglied mehr einen Kuchen backen darf.

Martina Moller-Prischenk, Vereinsverbandsvorsitzende in Kastl, weiß: "Jeder Verein muss in Eigenverantwortung handeln und kann beim Landratsamt Informationen einholen. Die Lebensmittelkontrolleure sind da sehr umgänglich und gerne bereit zu beraten." Völkl stimmt zu: "Die Vereine wissen Bescheid, auf was sie zu achten haben. Vorgaben wie einen Spuckschutz sind ja normal. Sie können sich jederzeit ans Landratsamt wenden."

Weiterhin besteht die Möglichkeit, dass Gemeinden beim Landratsamt um eine Informationsveranstaltung bitten. Das hat Kastls Bürgermeister Josef Etterer auch getan. "Voraussichtlich für März 2018 ist ein Termin für unsere Vereine geplant", kündigt er an. Viele Verordnungen sind Vorgaben der EU. Die Sorge, dass zu viele Regelungen für Vereine zum Hemmnis werden, ist zumindest für den Moment grundlos.

Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht zu Tode verwalten.Helmut Völkl, Sachgebietsleiter Öffentliche Sicherheit und Ordnung

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