21.02.2018 - 17:02 Uhr

Neuwahlen des VdK-Ortsverbandes Kastl nicht von Erfolg gekrönt VdK vorerst führungslos

Der VdK-Ortsverband Kastl kämpft ums Überleben: Der bisherige Vorsitzende Albin Zeitler steht für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung. In der Jahreshauptversammlung findet sich kein Nachfolger.

Albin Zeitler zieht sich als Vorsitzender des VdK Kastl zurück, ein Nachfolger konnte nicht gefunden werden.
von Holger Stiegler (STG)Profil

Acht Jahre lang stand Albin Zeitler an der Spitze des VdK. Vor zwei Jahren hatte er sich noch breit schlagen lassen, erneut Verantwortung zu übernehmen. "Wer zu lange regiert und nicht weiß, wann es an der Zeit ist für einen Wechsel, nutzt sich auch ab", begründete Zeitler seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur. Auch gesundheitliche Gründe würden es nicht zulassen. "Wer mich kennt, weiß, dass ich ein 150-Prozentiger bin. Mit weniger gebe ich mich nicht zufrieden." Dieses Engagement könne er nicht mehr weiter garantieren.

Seit dem ersten Tag seiner Amtszeit habe er mit dem Vorstand dafür gekämpft, den Verband bekannter zu machen. Mit vielfältigen Aktionen sei dies gelungen. Von 126 sei der Mitgliederstand auf 160 gestiegen - trotz 37 Abgängen, die meisten davon Sterbefälle. Die Arbeit habe er gerne gemacht, auch wenn er mit manchen Entscheidungen wie der Abschaffung der Geburtstags-Geschenkkörbe und Umwandlung in -Gutscheine oder dem Einstellen der Sammlung für "Helft Wunden heilen" nicht nur Lob geerntet habe. Er habe sich immer von der Maxime "Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst!" leiten lassen. Er bat um Verständnis für seine Entscheidung und darum, ihn nicht zu beknien, weiterzumachen. "Bei 160 Mitgliedern kann und darf das Wohl des Ortsverbandes nicht von einer einzigen Person abhängen."

Kreisgeschäftsführer Harald Gresik und Bürgermeister Josef Etterer kam die Aufgabe zu, die Neuwahlen zu leiten. Die Bemühungen Zeitlers, einen Nachfolger zu finden, waren allesamt gescheitert. Insofern war es keine Überraschung, dass auch Gresik und Etterer keinen Kandidaten fanden. Zudem stellte Kassier Thomas Mauritius sein Amt nach langjähriger Vorstandsätigkeit zur Verfügung, einen Nachfolger gab es auch für ihn nicht. So war es auch nur ein geringer Trost, dass zweiter Vorsitzender Jürgen Schreyer, Schriftführer Hermann Popp und Beisitzer Josef Wegmann erneut bestätigt wurden. Die personelle Misere verstärkte, dass verschiedene Mitglieder, Bürgermeister Etterer und Gresik Zeitler trotzdem zum Weitermachen ermunterten, es aber nicht gelang, wenigstens Kandidaten für das Beisitzer-Amt zu finden.

Sowohl Etterer wie auch Gresik bedauerten das Scheitern der Neuwahlen. In einer angemessenen Zeit werde es einen erneuten Versuch geben, doch noch einen Vorsitzenden zu finden. Sonst laufe der Ortsverband Gefahr, seine Selbstständigkeit zu verlieren und als "ruhend" gestellt zu werden. Schriftführer Hermann Popp appellierte an alle Anwesenden, sich einen Ruck zu geben: der VdK sei eine "Perle".

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