03.09.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht diskutiert beim CSU-Grillabend mit Bürgern Leerständen in Ortskernen entgegentreten

Albert Rupprecht unterstützt die Forderung der CSU Kastl, dass sich zukünftig Städtebauförderung und Dorferneuerung nicht gegenseitig ausschließen dürfen. Dies habe ihm Ministerpräsident Horst Seehofer versprochen, berichtete der Bundestagsabgeordnete. Auch das Baukindergeld soll künftig für Altbauten gelten.

Bei herrlicher Abendstimmung im Pfarrhof konnten die Bürger von Kastl Albert Rupprecht ihre persönlichen Anliegen vorbringen. Bild: RPP
von C. & W. RupprechtProfil

Der Ortsverband hatte alle Bürger zu einem Grillabend mit dem Politiker in den Pfarrhof eingeladen. Die Junge Union um Vorsitzenden Felix Kirchberger stellte das Grillteam und sorgte mit stellvertretender CSU-Ortsvorsitzender Andrea Heining und Michael Dötsch für die Bewirtung.

Rupprecht erörterte vor rund 50 Zuhörern zunächst die allgemeine politische Lage und aktuelle Themen. Im Anschluss an das Essen war bei den Bürgern die Belebung historischer Ortskerne ein zentrales Thema. Nachdem der Gemeinde Städtebaufördermittel zugesagt sind, kann mit den Bürger das Thema offensiv angegangen werden. Zudem hat sich die CSU-Gemeinderatsfraktion dafür ausgesprochen, auch die Sanierung des Rathauses in Angriff zu nehmen. Zuvor sollen aber die aktuellen Baumaßnahmen wie Erweiterung des Baugebiets Lettenwiese, letztes Teilstück der Hauptstraße und der DSL-Ausbau abgeschlossen sein. Für die Sanierung und für einen barrierefreien Ausbau sind aber die Fördermittel notwendig. Ortsvorsitzender Hans Walter appellierte deshalb an Rupprecht, die Gemeinde hier aktiv zu unterstützen, was dieser zusagte. Auch dieser möchte, dass Ortskerne intakt gehalten werden. Das muss seiner Meinung nach in Zukunft auch beim Denkmalschutz berücksichtigt werden. Es sei unabdingbar, dass die Förderung auf ein höheres Niveau steigen muss.

Ausführlich ging Rupprecht auf die berufliche und akademische Ausbildung junger Leute ein. "Wir brauchen gute Akademiker, aber dennoch darf man die berufliche Ausbildung im Handwerk und in der Industrie nicht vernachlässigen". Deshalb sah er nach der guten finanziellen Ausstattung von Hochschulen nun großen Handlungsbedarf bei Berufsschulen, um für die Herausforderungen im Zeitalter von Industrie und Handwerk 4.0 ausbilden zu können.

Ein wichtiges Anliegen war Walter, dass die Sicherheit der Großstädte nicht auf Kosten der Personalstärke der ländlichen Polizeidienststellen geht. Weiterhin stellte er heraus, dass bei aller Notwendigkeit von Bioprodukten und deren aufwendige Produktion konventionell produzierende Landwirte von den Ministerien nicht immer mehr als Umweltsünder deklariert werden, nur weil sie keine Bio-Zertifizierung haben.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp