24.09.2017 - 22:42 Uhr
Oberpfalz

Felix Kirchberger Erst-Wahlkämpfer

Zum ersten Mal bei der Wahl und doch schon Experte: Felix Kirchberger aus Kastl gibt am Sonntag erstmals seine Stimme ab. Trotz Wahlgeheimnis: Wer diese bekommt, ist klar. Felix Kirchberger ist kein Erstwähler wie jeder andere. Der 20-Jährige war in den vergangenen Wochen und Monaten als Co-Wahlkampfmanager für Albert Rupprecht aktiv, organisierte Wahlveranstaltungen, kümmerte sich um die Logistik, sprach mit Passanten an Infoständen in Fußgängerzonen und klingelte beim Häuserwahlkampf an hunderten Haustüren. Und wenn Not am Mann war, dann kümmerte er sich auch ums Plakatekleben.

Bei der Stimmabgabe ist Felix Kirchberger noch guter Dinge. Mit dem Ergebnis der CSU und von Albert Rupprecht konnte er am Abend nicht zufrieden sein. Bild: rpp
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Der Student ist Vorsitzender der Jungen Union in Kastl. Auch im Kreis- und Bezirksverband ist er aktiv. Vor einigen Monaten nahm die Partei ihn in die "CSU-Akademie" auf. Damit zählt er dieses Jahr zu den etwa 40 Auserwählten aus 3500 Bewerbern, die die CSU bei Vorträgen und Schulungen fördert. Natürlich erwartet die Partei von ihren künftigen Führungskräften, dass sie sich im Wahlkampf engagieren. Zwang oder Druck empfinde er aber nicht, eher im Gegenteil, sagt Kirchberger. "Ich sehe den Wahlkampf als Chance. Man lernt viel, bekommt Einblicke, die sonst verborgen blieben."

Stressig waren die vergangenen Wochen trotzdem. Die Aufwand lasse sich schwer in Stunden angeben, "aber ich war schon täglich damit befasst", erklärt Kirchberger. "Man muss vor allem flexibel sein, weil sich bei aller Planung doch ständig etwas ändert. Man muss kurzfristig Lösungen finden." Nachdem es zu Beginn des Wahlkampfs vor allem um die Organisation von Terminen wie die Auftritte von Karl-Theodor zu Guttenberg in Neustadt oder Joachim Herrmann in Weiden ging, kam in den letzten Wochen der Haustür-Wahlkampf hinzu.

Rund 30 Mitstreiter klingelten dabei an rund 5000 Haustüren. "Wir haben zunächst dafür geworben, dass die Leute überhaupt zur Wahl gehen. Und natürlich sollen sie dann auch ihr Kreuz an der richtigen Stelle machen." Insgesamt sei der Wahlkampf gut gelaufen. "Natürlich hab ich Kritik gehört. Meist war die aber konstruktiv, die Leute wollten mit uns über Verbesserungen sprechen." Pöbler und Störer, wie sie bei Auftritten der Bundeskanzlerin auffielen, habe er keine erlebt.

Der Wahlsonntag selbst lief dann recht ruhig für Kirchberger. Der Stress war vorbei, nach dem Gang ins Wahllokal ging es am Abend zur Feier in den Postkeller nach Weiden. Als Ziel hatte das Wahlkampf-Team ausgegeben, das Ergebnis der Wahl 2013 zu übertreffen. Entsprechen gedämpft war dann die Stimmung am Sonntagabend. In den nächsten Wochen kann sich der 20-Jährige auf sein Wirtschaftsingenieur-Studium an der OTH in Weiden konzentrieren. In einigen Monaten dürfte es wieder stressiger werden. Tobias Reiß hat schon für den Wahlkampf zur Landtagswahl im Herbst 2018 angefragt.

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