Gemeinderat Kastl berät über Sanierung von Tiefbrunnen I
Beim Wasser nicht alternativlos

Manfred Piewak erläuterte im Gemeinderat die Möglichkeiten für den Tiefbrunnen I. Bild: stg
Politik
Kastl bei Kemnath
21.12.2016
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bei Kemnath . (stg) Wie geht es mit dem Tiefbrunnen I der Kommune weiter? Um diese Frage ging es in der Sitzung des Gemeinderates. Eine Antwort fand das Gremium allerdings noch nicht.

Bürgermeister Josef Etterer erinnerte daran, dass der Tiefbrunnen II 2015 vollumfänglich saniert worden war. Als Ergebnis habe man beste Werte bei Qualität und Quantität. Nun müsse man allerdings überlegen, was mit dem Tiefbrunnen I geschehen soll. Prinzipiell gebe es drei Möglichkeiten - Plombieren, Teilsanierung und Komplettsanierung.

Über die jeweiligen Kosten und technischen Details zu den Varianten informierte Manfred Piewak vom Ingenieurbüro für Hydrogeologie und Umweltschutz "Piewak & Partner" GmbH aus Bayreuth. Das Büro war auch schon bei der Sanierung von Tiefbrunnen II in Kastl tätig.

Beim Plombieren - also Stilllegen - von Brunnen I rechnet er mit Ausgaben von etwa 50 000 Euro, bei einer Komplettsanierung mit etwa 260 000 Euro. Eine Teilsanierung setzte Piewak etwa bei 220 000 Euro an. Diese könne aber problematisch werden, wenn die Steinzeugrohre des Brunnens nicht zentrisch übereinander stehen, meinte der Experte. "Wir wissen nicht, wie es ist." Piewak führte auch aus, dass man sich mit einer Teilsanierung nicht den Weg der Komplettsanierung verbaue.

Laut Etterer hat das Wasserwirtschaftsamt zu einer Teilsanierung geraten. "Die jetzt dargelegten Kosten überraschen mich aber wirklich." In einem Fachstellengespräch sei lediglich von 50 000 bis 100 000 Euro die Rede gewesen. Eine Entscheidung, welchen Weg die Kommune einschlagen wolle, traf das Gremium noch nicht. Etterer betonte, dass man keinen Zeitdruck habe. Bis Jahresmitte 2017 reiche es völlig aus, sich zu entscheiden. Dann könne man 2018 in die Umsetzung gehen. Einhelliger Grundtenor des Gremiums war zudem, noch eine alternative Planung einzuholen.
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