04.05.2017 - 16:20 Uhr
Oberpfalz

Josef Etterer spricht Klartext in der Bürgerversammlung Trasse noch nicht vom Tisch

Die Höchstspannungsleitung werde dort realisiert, wo der Widerstand am geringsten sei. Dieser Einschätzung ist Bürgermeister Josef Etterer in der Bürgerversammlung. Daher verfolgen die Gemeinde und die Stadt Kemnath eine gemeinsame Strategie.

Bürgermeister Josef Etterer (stehend) berichtete knapp 90 Minuten lang über das Geschehen in der Gemeinde. Aufmerksame Zuhörer waren unter anderem sein Stellvertreter Arno Stahl (rechts) sowie Geschäftsstellenleiter Reinhard Herr. Bild: stg
von Holger Stiegler (STG)Profil

(stg) Beide sprechen sich dafür aus, die Trasse mit Erdverkabelung entlang der Autobahn entstehen zu lassen. Die sei die vernünftigste Lösung, da der Bund dort bereits Grund besitze, meinte Etterer. Allerdings gebe es einen Planungsvorschlag, der auch eine Durchquerung der Gemeinde Kastl vorsehe. Die sogenannte Vorzugstrasse von Tennet betreffe zwar den östlichen Teil des Landkreises, "es wurde aber auch deutlich herausgestellt, dass alle Alternativtrassen keineswegs aus dem Rennen sind", betonte der Rathauschef. Für Mitte Mai seien Antragskonferenzen in Hof und Weiden geplant. "Bis dahin müssen auch alle bekannten Bedenken und Raumwiderstände gesammelt und eingereicht sein."

Thema in den Ausführungen Etterers waren auch die gewünschten Hinweisschilder "Vorsicht Linksabbieger" beziehungsweise ein Überholverbot auf der Staatsstraße 2665 an den Einmündungen nach Senkendorf und nach Unterbruck. Manches konnte realisiert werden, die Wünsche des Gemeinderates und der Bewohner der beiden Orten zum Bau einer Linksabbiegerspur seien jeweils abgelehnt worden - mittlerweile schon mehrmals, bedauerte Etterer. "Beide Einmündungen werden nicht als Unfallschwerpunkt klassifiziert." Daran habe auch der Verkehrsunfall im September 2016 bei Unterbruck mit einem toten Kleinkind und zwei Schwerverletzten nichts geändert. Es solle nun versucht werden, zumindest eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 70 beziehungsweise 60 Kilometer pro Stunde sowie ein Überholverbot an beiden Stellen durchzusetzen.

Begonnen wurde mit der Erschließung des Baugebietes "Lettenwiese - Erweiterung" mit 20 Parzellen, die von Bauwilligen erworben werden können. Alle Grundstücke werden mit einem Straßenzug erschlossen, der den Namen "Heckenring" erhalten hat.

Angeschafft hat die Kommune im Haushaltsjahr 2016 ein Geschwindigkeitsanzeigesystem mit Solarpanel. Den Kauf hat das Bayernwerk mit einer Spende in Höhe von 500 Euro unterstützt. Ein besonderes Ereignis nicht nur für die Pfarrei, sondern auch für die Kommune sei die Übernahme der Pfarrei durch den Waldecker Pfarrer Heribert Stretz zum 1. September gewesen, erklärte Etterer. "Nach meinem Dafürhalten ist Pfarrer Stretz auch in unserer Pfarrei wirklich angekommen." Man merke, dass ihm die Wertschätzung aller Bürger am Herzen liege (Bericht folgt).

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