30.03.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Wolfgang Lippert sagt Freien Wählern Hilfe bei Linksabbiegespuren zu: Landrat schiebt mit an

(mkk) Die Forderung nach Linksabbiegespuren auf der Staatsstraße 2665 nach Unterbruck und Senkendorf ist ein vieldiskutiertes Thema. Das zuständige Straßenbauamt ist gegen diese Maßnahme und auch gegen ein Überholverbot auf dem Abschnitt zwischen Troglau und Kastl. Die Gemeinderäte der Freien Wähler erörterten mit Landrat Wolfgang Lippert die Gefährlichkeit dieser Strecke.

von Autor MKKProfil

Abbiegespuren wären die sicherste Lösung. Eine Sofortmaßnahme könnte ein Überholverbot sein, meinte die Runde. Auch eine Erweiterung der Fahrbahn, damit Fahrzeuge gefahrlos rechts einen Linksabbieger passieren könnten, wäre denkbar. Lippert, auf dessen Anordnung das Hinweisschild "Vorsicht Linksabbieger" aufgestellt wurde, sagte den Gemeinderäten zu, dass er sich des Problems weiter annehmen werde.

Ein weiteres Thema betraf die Bahnstrecke Bayreuth-Weiden. Der Fahrplanwechsel im Dezember 2015 brachte erhebliche Nachteile bei Verbindungen nach München. Wartezeiten in Weiden oder Regensburg von 45 Minuten sind die Folge. Wer nach Nürnberg fahren möchte, muss häufig den Weg über Bayreuth nehmen, weil die Anschlüsse in Kirchenlaibach gekappt wurden. Den Freien Wählern ist bewusst, dass Pendler nach Bayreuth von dem Fahrplanwechsel profitieren. Dennoch sollte überlegt werden, ob durch eine Verschiebung der Taktzeiten bessere Verbindungen möglich wären.

Auch die Planungen in Hinblick auf die Anbindung an den Flughafen München nach Fertigstellung der Neufahrner Spange brachten die Kommunalpolitiker zur Sprache. Vorgesehen ist eine stündliche Verbindung ab Regensburg durch einen sogenannten Üfex (Überregionaler Flughafenexpress). Für die nördliche Oberpfalz sind Zubringer mit der Oberpfalzbahn geplant. Die "Freien" sehen hier keinen Vorteil für die Region. Derzeit gebe es mit dem Alex ab Marktredwitz eine durchgehende Verbindung bis Freising. Von dort fahre der Bus zum Flughafen. Künftig müsse in Regensburg umgestiegen werden. Bis dorthin halte der Zubringer ab Weiden an jeden Bahnhof. Zudem soll es keine Sitzplatzreservierungen geben. Die Gemeinderäte baten den Landrat darauf zu drängen, dass auch von der nördlichen Oberpfalz aus durchgehende Verbindungen angeboten werden.

Als Ausgleich für fehlende Anbindungen an den Regionalexpress in Kirchenlaibach kam der Vorschlag, eine zeitweise Verlängerung der Baxi-Linie 8303 zu prüfen. Diese führt derzeit von Hahneneggaten über Guttenberg und Kastl zum Bahnhof Kemnath-Neustadt. Würde man diese Linie beispielsweise zweimal täglich bis nach Kirchenlaibach verlängern, hätten Kastler Bürger einen direkten Anschluss nach Nürnberg.

Handlungsbedarf sahen die Freien Wähler auch bei den Öffnungszeiten des Kemnather Hallenbades. Diese sind in den Ferien und während der Schulzeit gleich. Da während der Ferien das Bad vormittags nicht belegt ist, wäre es erfreulich, es in dieser Zeit für die Allgemeinheit zu öffnen. Hintergrund

 

 

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