05.05.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Ehrungen für 25 und 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst: Andere Interessen stehen zurück

Die Feuerwehren gelten als die ältesten und effektivsten Selbsthilfeeinrichtungen der Bürgerschaft. Für ihren guten Ruf sorgen auch zehn Brandschützer aus der Gemeinde Kastl, die sich seit Jahrzehnten im Dienst am Nächsten engagieren.

Die Geehrten: Andreas Mayer, Alwin Hösl, Reinhold Meyer, Arnold Neuendorf, Hermann Dötsch, Manfred Groß, Johann Kausler, Michaela Veigl, Herbert Pospischl und Rudolf Schinner (stehend, von links), Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther, Bürgermeister Josef Etterer, Kreisbrandrat Andreas Wührl, stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler und Kreisbrandmeister Alois Schinder (sitzend von links). Bild: mde
von Michael DenzProfil

(mde) "Wer viel gibt, der bekommt auch viel zurück, hat ein erfülltes und glückliches Leben.", meinte Josef Etterer. Der Bürgermeister und der Gemeinderat schätzen "ihre Feuerwehrleute" sehr. Insgesamt auf 360 Jahre aktive Dienstzeit brachten es eine Feuerwehrfrau und neun -männer. Dafür erhielten sie die Ehrenabzeichen für 25 sowie 40 Jahre.

Von stellvertretendem Landrat Alfred Scheidler, Kreisbrandrat Andreas Wührl, Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther, Kreisbrandmeister Alois Schindler und Etterer erhielten Andreas Mayer (Reuth bei Kastl), Michaela Veigl (Unterbruck) sowie Herbert Pospischil und Rudolf Schinner (beide Kastl) die Ehrenabzeichen in Silber sowie eine Urkunde des Staatsministeriums. "Ein besonderes Highlight ist für mich die Ehrung einer Feuerwehrfrau, welche bereits 25 Jahre den Dienst in einer, so glaubte man damals, Männerdomäne, ausübt", hob Scheidler hervor.

Für 40 Jahre erhielten Alwin Hösl, Reinhold Meyer, Arnold Neuendorf (Reuth bei Kastl), Hermann Dötsch, Manfred Groß und Johann Kausler (alle Unterbruck) die goldenen Feuerwehrehrenabzeichen, eine Urkunde. Dazu gab es sowie einen "Freischein" für einen einwöchigen Urlaub im Feuerwehrerholungsheim in Bayerisch Gmain (Berchtesgadener Land). Kreisbrandrat Wührl regte an, dass alle Geehrten zudem die goldene bayerische Ehrenamtskarte erhalten sollen. "Tagtäglich merkt man, dass auch mit Blick auf die Tagesalarmsicherheit nicht nur die großen Feuerwehren wichtig sind, sondern auch die kleineren, welche somit unabdingbar und besonders wichtig sind."

"Egal wann, egal bei welchem Wetter - Ihr helft, wo ihr könnt. Die Einsatzszenarien werden immer vielfältiger, und somit steigt auch die körperliche und psychische Belastung.", ist sich Scheidler bewusst. "Ob Stadt, ob Land, ohne das ehrenamtliche Engagement bei der Feuerwehr wäre das gesellschaftliche Leben nicht so gut. Wer über so lange Zeit den Dienst am Nächsten tut und andere Interessen sowie die Freizeit hinten anstellt, dem gebührt ein sehr großes Lob."

Nicht nur in der Industrie, sondern auch bei der Feuerwehr sei die technische Entwicklung fortlaufend zu beobachten. Als "gut aufgestellt und bestens ausgerüstet" sieht Etterer die Feuerwehren "seiner Gemeinde". "Ihr brennt für den Feuerwehrdienst, seid eine starke Gemeinschaft, ja man kann sagen, eine Feuerwehrfamilie. Zum Wohl und Schutze aller leistet ihr Großes." Die Kommandanten Gerhard Veigl und Martin Stangl aus Unterbruck, Ludwig Kugler und Matthias Schinner aus Kastl sowie Michael Dötsch und Lorenz Müller gratulierten "ihren" Feuerwehrleuten ebenfalls zur Ehrung.

 

 

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