24.08.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Jugendliche legen Leistungsprüfung ab Einstieg in die Feuerwehrkarriere

Brandschützer müssen viel wissen, auch in der Nacht. Bei der Jugendleistungsprüfung der bayerischen Feuerwehren werden diese Grundlagen abgefragt. Gut für die Prüflinge: Der Test war mitten am Tag.

Unser Bild zeigt nach erfolgreichen Jugendleistungsprüfung: Kreisbrandmeister Alois Schindler, Peter Heining, Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther, Kreisjugendfeuerwehrwart Achim Grassold, Jonas Zeitler, Bürgermeister Josef Etterer, Bastian Wagner, Ann-Kathrin Kugler und Jugendwart Dominik Kugler. Die Jugendlichen haben sogar schon ihre neuen Parka an (siehe Kasten). Bild: mde
von Michael DenzProfil

Während bei den meisten Leistungsprüfungen der bayerischen Feuerwehren das Hauptaugenmerk auf das Arbeiten in der Gruppe (neun Feuerwehrler) gelegt wird, so stehen bei der Jugendleistungsprüfung der einzelne Feuerwehranwärter und die Arbeit im Trupp (zwei Feuerwehrler) im Vordergrund.

Mehrere Wochen bereiteten sich die vier Nachwuchsbrandschützer aus Kastl gemeinsam mit ihrem Jugendwart Dominik Kugler auf die Prüfung vor. Seit sechs Jahren ist Dominik Kugler der Leiter der Jugendfeuerwehr in Kastl. "Mir macht die Arbeit mit den Jungs und Mädels sehr viel Spaß. Da gibt es nur ein Miteinander", resümiert er.

Im Trupp mussten die Anwärter eine 90 Meter lange C-Schlauchleitung auf Zeit kuppeln. Zudem sollten sie die Geräte in die Sektoren "Wasserentnahme, -fortleitung und -abgabe" eingruppieren. Auch Zielspritzen mit der Kübeleinstellspritze, das Kuppeln von Saugschläuchen und die Vornahme eines C-Rohres zur Brandbekämpfung im Trupp gehörten zu den Aufgaben. Eine Feuerwehrleine musste über eine Distanz von sieben Metern auf ein Zielfeld geworfen, ein Schlauch in einem vorgegebenen Feld akkurat ausgerollt sowie Knoten und Stiche mit der Feuerwehrleine als "Brustbund" und "Mastwurft" gezeigt werden.

Wissen zum Einsatz der Geräte sowie wichtige Unfallverhütungsvorschriften sollten auf einen Testbogen geschrieben werden. Die Schiedsrichter um Kreisjugendfeuerwehrwart Achim Grassold, Kreisbrandmeister Alois Schindler und Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther beurteilten die Leistung der vier Prüflinge und waren voll des Lobes. "Die Handgriffe liegen euch. Geräte sind zu jeder Zeit und in jeder Einsatzlage sicher zu bedienen. Aber auch die Einsatzgrenzen von Mensch und Gerät müsst ihr immer im Auge behalten", betonte Grassold. Der oberste Dienstherr der gemeindlichen Feuerwehr, Bürgermeister Josef Etterer, war ebenfalls von der Leistung der Nachwuchsbrandschützer beeindruckt. "Ich freue mich sehr über die Bereitschaft, dass sich auch in der heutigen Zeit noch junge Leute in der Feuerwehr, zum Schutz und der Sicherheit der Bevölkerung engagieren und sich auf ihren wichtigen Dienst im angesehensten Ehrenamt vorbereiten."

"Unsere Nachwuchskräfte sind die Retter von Morgen", sind sich auch Otto Braunreuther, Alois Schindler, sowie Kommandant Ludwig Kugler sicher. Die erfolgreichen Feuerwehranwärter Peter Heining, Jonas Zeitler, Bastian Wagner und Ann-Kathrin Kugler nahmen die Spange der Bayerischen Jugendleistungsprüfung entgegen. Der Kommandant und dessen Stellvertreter, der Jugendwart und Bürgermeister gratulierten mit einem kräftigen Handschlag zur bestandenen Leistungsprüfung und wünschten weiterhin viel Erfolg und Freude. Bereits zum dritten Mal wird die Kastler Jugendfeuerwehr zudem am Jugendleistungsmarsch teilnehmen. Dieser ist dieses Jahr ein Heimspiel. Der Marsch der Jugendfeuerwehren des Landkreises Tirschenreuth findet am 9. September in Löschwitz bei Kemnath statt.

Parka für Jugendfeuerwehr

Sechs neue Parka für die Nachwuchskräfte der Feuerwehr Kastl sind im Dienst. Die Gemeinde und die Jugendfeuerwehr machten dabei gemeinsame Sache und finanzierten die Anschaffung.

Die blau-orangen Jacken mit großflächigen silbernen Reflexstreifen sorgen für mehr Sicherheit bei Einsätzen. Zudem sind die Parka für die kälteren Monate gut geeignet, denn eine Fleece-Weste aus Micro-Spezialfaser kann eingesetzt werden. "Die Jugendlichen sind die Retter von Morgen", betonte Jugendfeuerwehrwart Dominik Kugler. Er bedankte sich im Namen der Wehr bei der Gemeinde für die Unterstützung.

"Ich freue mich sehr, dass sich junge Leute in der Feuerwehr ehrenamtlich in der Freizeit engagieren und sich auf den Dienst, zum Schutz und zur Sicherheit der Bürger vorbereiten", sagte Bürgermeister Josef Etterer, auch im Namen des Gemeinderates. (mde)

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