22.02.2018 - 18:16 Uhr

Katholischer Frauenbund Kastl ehrt Grümdungsmitglieder Treue "Töchter" des Müttervereins

Monika Schmidpeter vom Diözesanverband Regensburg nimmt die Mitglieder des Katholischen Frauenbundes Kastl mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Sie beginnt mit der Gründung des Zweigvereins vor 40 Jahren und endet mit zahlreichen Ehrungen.

von C. & W. RupprechtProfil

In ihrer Laudatio auf den Jubelverein griff Monika Schmidpeter im voll besetzten Saal des Pfarrheims die gut gemeinte Aufforderung des Frauenbundes an seine Mitglieder auf: "Nimm dir Zeit und verschwende sie mit tollen Momenten bei uns!" Danach ging sie auf die Entstehung des Frauenbundes in Kastl ein, der aus dem Christlichen Mütterverein hervorgegangen war. Deshalb sei der Zweigverein mit 40 Jahren eine relativ junge Gemeinschaft, der älteste Frauenbund in der Diözese bestehe bereits seit 115 Jahren. In einer Zeit, in der die Frauen politisch und in den Familien noch nicht viel zu melden hatten, entstanden die ersten Gemeinschaften.

Der Christliche Mütterverein integrierte sich in den Frauenbund. 67 Mitglieder trugen sich am 14. Dezember 1978 auf der Gründungsurkunde ein. Die Fahne des Müttervereins wurde übernommen und die Inschrift "Katholischer Deutscher Frauenbund Kastl" aufgestickt.

Die vier letzten Vorstandsmitglieder des Müttervereins sind am 18. März 1979 als Ehrenmitglieder aufgenommen worden. Mit Margarethe Lang, Anni Bodner, Laura Zeitler, Klara Schmidt und Resi Manze gehören fünf Mitglieder des Müttervereins noch heute der Gemeinschaft an.

"Seither ist der Frauenbund in Kastl aus dem Ortsgeschehen nicht mehr wegzudenken", betonte Vorsitzende Monika Fralix. Es sei eingetreten, was Pfarrer Johannes Vilsmeier zur Gründung gesagt habe: "Der Frauenbund möge leben, blühen und wachsen!" Zahlreiche Aktionen ermöglichten, dass Projekte in der Pfarrgemeinde und andernorts mit Spenden unterstützt werden konnten. In den vergangenen 40 Jahren seien rund 30 000 Euro gespendet worden. Die Mitglieder hätten zudem immer wieder Verantwortung für das christliche Gemeindeleben wahrgenommen und sich mit den anderen Vereinen des Ortes vernetzt. Der Frauenbund diene aber auch der christlichen Gemeinschaftspflege und schaffe die Möglichkeit, vom Alltag auszuspannen und wieder Kraft zu schöpfen.

Anschließend erhielten die noch lebenden 23 Gründungsmitglieder die goldene Ehrennadel des Verbandes. Das waren: Maria Wagner, Emma Schinner, Erna Rupprecht, Maria Wöhrl, Thea Kiefer, Katharina Zeitler, Hedwig Raps, Maria Wopperer, Betty Weidner, Barbara Philipp, Mathilde Deubzer, Gertraud Dimper, Maria Rupprecht, Elisabeth Sticht, Maria Bauer, Anni Frank, Erna Frank, Luzia Stangl, Johanna Hörl, Sieglinde Fuchs, Rosa Böhm, Josefine Dötsch und Hilde Scharf. Für 30 Jahre zeichneten Schmidpeter und Fralix Monika Brand und Margarete Busch aus. Zusätzlich erhielten die Jubilarinnen je eine Rose und ein kleines Geschenk. Schmidpeter machte deutlich, dass all die Geehrten stets in verantwortlicher Position des Vereines tätig waren. Mit einem Geldpräsent überreichte sie auch die Glückwünsche und die Anerkennung des Hauptverbandes der Diözese.

In Politik und Kirche mitreden

Monika Schmidpeter erinnerte an das Gründungsjahr 1978. 74 Zweigvereine entstanden damals in der Diözese, meist auf Initiative des Ortspfarrers. Mit 69 000 Mitgliedern sei der Diözesanverband Regensburg/Oberpfalz der größte in Deutschland.

Der Frauenbund biete den Frauen nicht nur eine Auszeit vom Alltag, sondern auch Gemeinschaft und Zusammenhalt. Inzwischen beteilige er sich auch an politischen und kirchlichen Diskussionen, um für die Bedürfnisse der Mitglieder zu sorgen. So seien die gerechte Rente für alle Mütter, Anerkennung der Kindererziehungszeiten und gleicher Lohn für alle wichtige Elemente, für die sich der Hauptverband einsetze. Aber auch die Themen Pflege, Umweltschutz, Kaffeeprojekt und "Frauen für Frauen in Not" seien an die Öffentlichkeit getragen worden.

Im jährlichen Bildungsprogramm werde die Vielfalt deutlich, die die Herausforderung und gleichzeitig die Chance für ein harmonisches Miteinander in Verband, in der Pfarrgemeinde, in den Familien und im Ort bietet. Der Frauenbund sei aber auch dazu da, die christlichen Traditionen und regionale Bräuche zu pflegen. Auch biete er Gelegenheit für ein fröhliches Mit- und Füreinander.

Großen Dank sprach Schmidpeter den Mitgliedern aus, die Verantwortung übernehmen und die mit großem Zeitaufwand die Zweigvereine lebendig halten. "Ihr seid es, die den Ort beleben und attraktiver machen." (rpp)

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp