26.03.2018 - 20:00 Uhr

Sportschützen Einigkeit Hubertus Kastl Uniform nicht vergessen

Sportlich, gesellschaftlich und finanziell läuft es bei den Sportschützen Einigkeit Hubertus Kastl. Aber einen Wunsch hat Vorsitzender Wolfgang Raps trotzdem.

1. Vorstand Wolfgang Raps
von Jürgen RauchProfil

Im Sportjahr hat sich gemäß der Sportordnung eine neue Klasseneinteilung ergeben, diese wurde durch die Neuausrichtung des Dachverbands notwendig: Zum einen sind neue Lichtgewehr-Disziplinen für Schüler unter 12 Jahren geschaffen worden, zum anderen nehmen immer mehr ältere Schützen das aufgelegte Schießen in Anspruch.

"Mit dieser Neuregelung will man die Altersstrukturen neu gliedern", erklärte Raps. Er erinnerte an zahlreiche Veranstaltungen, wie das Bürgerschießen, den Schausonntag in der Grundschule, das Vatertagstreffen, ein Vereinsgrillfest, das Kreiskriegerschießen des Kreisverbands Kemnath in Kastl, die Faschingsfete und die Königsproklamation.

Auch bei der Kaltwasser-Grill-Challenge hat der Verein teilgenommen und eine Spende über 600 Euro an die Zwillinge Malik und Damian überreicht. 8 Austritten standen 13 Neuaufnahmen gegenüber, so dass sich der Mitgliederstand auf 285 erhöhte.

"Generell sind die Veranstaltungen immer gut besucht." Raps wünschte sich aber insbesondere bei den eigenen Großveranstaltungen etwas mehr Präsenz. Vor allem sollten die Mitglieder mehr in Uniform auftreten, damit ein geschlossenes Bild dargestellt werde.

Auch im oder für den Gau war der Verein zahlreich im Einsatz, so wurde die Gaumeisterschaft für die Jungschützen in Kastl durchgeführt, der Gauschützenball in Ebnath besucht, am Uli-Grötsch-Pokalschießen teilgenommen und die Landkreismeisterschaft in Luftdruckwaffen abgehalten. Das Vereinsheim sei ein gefragter Veranstaltungsort geworden. Besonders lobte Raps alle, die zum Gelingen des Vereinslebens beigetragen haben.

Einen umfangreichen Kassenbericht lieferte Hermann Janke. Trotz vielfältigen Investitionen, sei es am Heim oder der Schießanlage, erwirtschaftete der Verein rund 3000 Euro. Allerdings werde man in den nächsten Jahren wieder größere Renovierungsarbeiten am Vereinsheim vornehmen müssen, weswegen Janke auch weiterhin für ein sparsames Wirtschaften plädierte. "Der Verein steht auf gesunden finanziellen Füßen", erklärte Janke.

Gauschützenmeister Horst Lippert informierte über einige Neuerungen. So seien die Schützen angehalten, beim Schießen mit Vorderlader und Großkaliber eine Schießbrille aufzusetzen. Dies gelte auch für die Böllerschützen. Noch sei dies keine Pflicht, wer dem aber nicht nachkomme, verliere seinen Versicherungsschutz. Zudem werde der Oberpfälzer Schützenbund seine Versicherung wechseln.

Bürgermeister Josef Etterer betonte, dass im Verein enormes geleistet werde. Er bezeichnete Raps als Glücksfall für die Schützen. Der Verein beteilige sich nicht nur an gemeindlichen Veranstaltungen, sondern repräsentiere die ganze Gemeinde Kastl über die Landesgrenzen hinaus.

Als Beispiel für den starken Zusammenhalt nannte er das Böllerschießfest, bei dem sogar der Treppenaufgang für die Unterbringung der zahlreichen Gäste herhalten musste. "Macht weiter so", bat Etterer.

Kein Team mit nur auswärtigen Schützen

Auf die sportlichen Leistungen ging Vorsitzender Wolfgang Raps kurz ein. Aushängeschild bleibe weiterhin die erste Mannschaft, die in der zweiten Bundesliga vertreten ist. Aufgrund der massiven Aufrüstung der anderen Vereine werde es zunehmend schwieriger, die Liga zu halten. Erstmals in der Geschichte des Vereins hätte man mit Christine Schachner eine junge österreichische Ausnahmeschützin gewonnen. "Diese war eine echte Bereicherung und hatte großen Anteil am Klassenerhalt", lobte der Vorsitzende. Doch um jeden Preis wolle man die zweite Bundesliga nicht halten. "Unsere Zukunft ist unser Nachwuchs, eine Mannschaft mit vier oder fünf auswärtigen Schützen wird es bei uns nicht geben." (jsa)

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