Ein Anwalt für benachteiligte Menschen
VdK als soziales Gewissen von Kastl

Jubilarehrungen und Ergänzungswahlen gab es beim VdK-Ortsverband Kastl. Im Bild von links: Herbert Göth, Ehrenvorsitzender des VdK-Kreisverbandes, Franz Inselsberger, Bürgermeister Stefan Braun, Kreisvorsitzende Marianne Kies-Baldasty, Albert Hollweck, Gabriele Angermann, Veronika Feigl, Hedwig Öchsl, Ingrid Ströbl, Armin Kreiner, Alfred Fritscher und Ortsvorsitzender Hermann Kucharski. Bild: usc
Freizeit
Kastl
20.04.2017
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Die Nachforschungen des VdK-Vorsitzenden Hermann Kucharski waren erfolgreich. Wie er bei der Jahreshauptversammlung berichtete, feiert nicht nur der Landesverband, sondern auch der Ortsverband sein 70-jähriges Bestehen.

Altersschnitt bei 62,7


Fündig wurde Kucharski in einem Kassenbuch, das der Vater von Kassier Fredy Fischer vor 70 Jahren angelegt hatte. Demnach waren Karl Bilwachs aus Heimhof, Fritz Stepper und Karl Ströhl aus Wolfsfeld, Ludwig Pölath aus Dettnach sowie Friedrich Prinz und Martha Kucharski aus Kastl bereits 1947 beim VdK organisiert. Derzeit hat der Ortsverband 203 Mitglieder, deren Altersdurchschnitt bei 62,7 Jahren liegt. 23 Mitglieder machten laut Kucharski im vergangenen Jahr von der Möglichkeit Gebrauch, Hilfestellung bei Renten- und Versicherungsfragen sowie beim Abfassen von Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen beim VdK in Anspruch zu nehmen.

Dankbar zeigte sich der Vorsitzende für die behindertengerechte Gestaltung der Kastler Bushaltestellen und über die weiteren geplanten Verbesserungen der Barrierefreiheit in der Gemeinde. In diesem Zusammenhang bedauerte er, dass weder die örtlichen Arztpraxen noch die Apotheke barrierefrei seien. Aus der Altersstruktur leitete der Vorsitzende die Notwendigkeit einer Verjüngung ab. Laut Statistik sind im Ortsverband Kastl nur fünf Mitglieder zwischen 20 und 40 und 66 zwischen 40 und 60 Jahre alt. Kucharski rief die Mitglieder auf, jüngere Bürger für den VdK zu werben. Das Ergebnis der VdK-Sammlung "Helft Wunden heilen" im vergangenen Jahr gab er mit 1756,50 Euro an. Die Hälfte dieses Betrags geht an soziale Einrichtungen, die der VdK unterstützt, zum Beispiel die Behinderten-Werkstätten in Cham, die Naab-Werkstätten und das berufliche Trainingszentrum in Straubing. Die andere Hälfte komme bedürftigen Bürgern in Kastl zu Gute.

Anwalt der Benachteiligten


Kucharski hob das vielseitige Engagement des VdK hervor. Die Schere zwischen Arm und Reich gehe immer stärker auseinander, der VdK begreife sich als Anwalt benachteiligter Menschen. Deshalb nehme er als starke Lobby Einfluss auf die Sozialgesetzgebung. Bürgermeister Stefan Braun würdigte den VdK als wichtige Stütze im Gemeindewesen und nannte ihn das soziale Gewissen Kastls.

Kreisvorsitzende Marianne Kies-Baldasty erklärte, der VdK versuche in Gesprächen mit allen Bürgermeistern, die Barrierefreiheit in den Gemeinden zu verbessern. Als Indiz für zunehmende soziale Probleme nannte sie den deutlichen Anstieg von Berechtigten, die von der Amberger Tafel versorgt werden. Demnach stieg deren Zahl von 70 Personen bei der Gründung vor zwölf Jahren auf über 900.

Treue MitgliederReine Formsache war die Wahl zweier neuer Vertreter des VdK-Ortsvorsitzenden. Einstimmig fiel sie auf die vorgeschlagenen Kandidaten, Hubert Kerschensteiner und Sigi Wittmann. Geehrt wurden auch verdiente Mitglieder. Seit zehn Jahren gehören Helmut Mauser, Josef Mauser, Johann Gimpl, Dieter Lapke, Franz Rösch, Albert Fuchs, Veronika Feigl und Josef Eckert dem VdK an. 20 Jahre sind Franz Inselberger und Albert Hollweck dabei. Vor 25 Jahren war Albert Pruen beigetreten, vor 30 Jahren Michael Polster. (usc)
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