Kultusministerium lehnt Antrag auf Schule in Kastl ab
Doch kein Gymnasium

Lokales
Kastl
21.06.2007
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Aus der Traum für das Europäisch-Ungarische Gymnasium in Kastl. Das Bayerische Kultusministerium hat den Plänen, in der Klosterburg ab September unter neuer Trägerschaft wieder mit dem Schulbetrieb zu starten, die Zustimmung verweigert. Der Grund: Die in den Antragsunterlagen aufgeführten Lehrkräfte entsprechen von den Fächerkombinationen und der Lehrbefugnisse her nicht den Anforderungen.

Termingerecht hatte die von Nürnberger Rechtsanwalt Laszlo Nagy vertretene gemeinnützige Stiftung zum 1. Juni beim Bayerischen Kultusministerium alle geforderten Antragsunterlagen eingereicht. Diese wurden, wie gestern Pressesprecher Dr. Ludwig Unger sagte, detailliert geprüft.

Am Ende gab es die rote Karte: "Aus unserer Sicht ist die Qualifikation der vorgesehenen Lehrer nicht ausreichend, um an einem bayerischen Gymnasium zu unterrichten", sagte Unger. "Auch wenn wir noch so guten Willens sind, da können wir nicht über unseren Schatten springen", so der Pressesprecher.

Zum Stand der Dinge wollte sich gestern auf Nachfrage unserer Zeitung der designierte Vizedirektor des geplanten Gymnasiums, Gaspar Nemes, noch nicht äußern, da ihm der Ablehnungsbescheid noch nicht zugestellt ist. Er sei aber "unendlich traurig" über die Entscheidung, "denn die Schule wäre eine wunderbare berufliche, wissenschaftliche und praktische Herausforderung" für ihn und das gesamte Lehrpersonal gewesen, sagte er.

Die Stiftung will die Flinte aber offensichtlich noch nicht ins Korn werden. So könnte man sich zum Beispiel vorstellen, auf der Klosterburg Fortbildungsseminare zu veranstalten und in den Bereichen Sport, Musik und Literatur Angebote machen.