Ralf Weikert wirbt für Petition gegen neues Kindertagesstättengesetz Kinder tun ihm "extrem leid"

"Extreme Mängel" wirft Ralf Weikert, Vorsitzender des Elternbeirats vom Kindergarten "Sankt Gabriel" in Lauterhofen, der vorgesehenen Gesetzesvorlage zum neuen Bayerischen Kindertagesstättengesetz vor.

von Autor JPProfil

Zu diesem Thema fand im "Schwarzen Bären" in Kastl ein Infoabend mit Elternbeiräten, Kindergärtnerinnen, Erzieherinnen aus den Landkreisen Amberg-Sulzbach und Neumarkt statt. Ebenso mit von der Partie war Pfarrer Stefan Brand als Träger des kirchlichen Kindergartens "Sankt Marien" in Kastl.

In den übrigen bayerischen Bezirken würde schon lange Sturm gegen diese Gesetzesvorlage gelaufen werden, nur die Oberpfalz hinke noch hinterher, sagte Ralf Weikert. Deshalb wolle man mit einer Petition eine Überarbeitung dieses neuen bayerischen Kindertagesstättengesetzes.

Nach Informationen von Ralf Weikert liegen in ganz Bayern bereits 174 000 Unterschriften vor. Weikert appellierte an die Anwesenden, die Unterschriftenaktion zu unterstützen. Kritisch diskutierte Ralf Weikert mit den Teilnehmern die neue Gesetzestextvorlage, die bereits am 1. Juni in Kraft treten soll.

Nach Meinung von Weikert würden die Kinder nach diesem Gesetzestext "extrem leiden". Wichtigster Punkt für Weikert sei der Ausgleich der fehlenden finanziellen Mittel durch die kostenneutrale Umstellung des Fördersystems. Danach könne die Finanzierung eines Kindergartens nur gesichert werden, wenn die Einrichtung länger geöffnet ist. Das sei bei gleichen Lohnkosten nur durch Verlängern der Öffnungszeiten möglich, wodurch die Verfügungszeiten des Personals weitgehend wegfallen würden, so Weikert.

Die Gesprächsteilnehmer waren sich einig: "Dadurch leidet die Qualität der Versorgung unserer Kinder". "Wie sollen Öffnungszeiten variiert werden können, wenn auf dem Land oft Gruppenräume durch eine Vormittags- und eine Nachmittagsgruppe belegt sind?", fragten die Teilnehmer. Weikert beklagte außerdem, dass es so keine Kindergartengruppe mit 15 Kindern mehr geben könne: "Da kann man nicht mehr ruhig bleiben".

Durch die längeren Öffnungszeiten würden die kleinen Kinder länger aus dem familiären Verbund heraus gelöst werden. Ganz besonders prangert Weikert an, dass es für verhaltensauffällige Kinder keine Förderung mehr geben werde.

Dagegen gebe es, so Weikert, nach dem neuen Gesetz für ausländische Kinder, die keinen deutschen Pass besitzen, 30 Prozent mehr Fördermittel.

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