1400 Hektar Wasserschutzgebiet für den Hallerbrunnen Riesengroßes Areal fürs kostbare Nass

Bei der Marktratssitzung war die Kommune als Träger öffentlicher Belange gefordert. Die Wasserversorgung Pettenhofener Gruppe, die auch die Kastler Ortsteile Pfaffenhofen oder Pattershofen versorgt, will ein großes Wasserschutzgebiet für den Hallerbrunnen im Lauterachtal zwischen Pattershofen und Schlögelsmühle von rund 1400 Hektar ausweisen. Dafür lagen die Karten und Beschreibungen dem Marktrat vor. Das Areal erstreckt sich über die Gemeinden Kastl, Birgland und Lauterhofen und erreicht seine weiteste Ausdehnung kurz vor Poppberg.

von Autor JPProfil

Das Wasserschutzgebiet ist in drei Kategorien eingeteilt, dem unmittelbaren Fassungsbereich mit Schutzzone Eins, die bereits eingezäunt wurde, dann die Schutzzonen Zwei in der nahen Umgebung mit 40 Hektar, wobei einige Dolinen im Bereich Muttenshofen/Lauterhofen und Matzenhof/Birgland ebenfalls zur Schutzzone 2 gehören. Der Rest des Gebietes geht vom Hallerbrunnen übers sogenannte Hirmertal über den Kastler Staatswald bis Ödhaag, Riedelhof, Gronatshof über die Autobahn kurz vor Poppberg. Es erstreckt sich weiter entlang der A6 bis zur Autobahnmeisterei Alfeld und rund 500 bis 1000 Meter seitwärts der Verbindungsstraße in Richtung Lauterhofen mit Einschluss des Golfplatzes kurz vor Lauterhofen, zweigt ab in Richtung Brunn-/Lauterachtal und endet beim Hallerbrunnen.

Weitere Ausgaben

Natürlich seien einige Teile der Wasserschutzgebiete, die landwirtschaftliche Nutzung einschränken, entschädigungspflichtig, erklärte Bürgermeister Stefan Braun. "Dies wird aber in einer Verordnung geregelt, die vorher mit den betroffenen Landwirten abgesprochen wurde", so der Bürgermeister. Der Marktrat stimmte der Ausweisung des Wasserschutzgebietes ohne Einschränkung zu.

Danach standen die Genehmigungen für die außer- und überplanmäßigen Ausgaben des vergangenen Haushaltsjahres auf dem Programm. Bei folgenden Stellen wird es teuerer: Aus- und Fortbildungskosten, Gastschulbeträge, Felssicherung, Kinderbetreuung, Freibad Kastl (Verlegung von Versorgungsleitungen für den Zeltplatz), Straßen-Unterhaltskosten (Unternehmer für Mäharbeiten, da das eigene Fahrzeug den Geist aufgegeben hatte), Gewerbesteuerumlage (wegen gestiegener Abgaben), Feuerwehrzentrum (rascher Baufortschritt), Planungskosten für den Kindergarten und Ersatz des kaputten Unimogs durch einen MAN-Allrad-Lkw. Außerdem wurden ein neuer Kanal im Baugebiet Pfaffenhofen verlegt und die Wasserversorgung in Reusch saniert.

Das beste Ergebnis gab es aber mit einer halben Million Euro an Schuldentilgung mit der Stabilisierungshilfe des Freistaats Bayern - "die so nicht zu erwarten war", erwähnte Bürgermeister Braun. Der Marktrat stimmte den Ausgaben zu.

Zum Schluss berichtete der Bürgermeister, dass in der vergangenen nichtöffentlichen Sitzung die Steuerung der Heizung in der Volksschule vergeben wurde (die alte war defekt) und dass eine Blitzschutzanlage am Feuerwehrzentrum wegen der Bauvorschriften angebracht wurde.

Kindergarten

Ein Thema im Marktrat war die Kindergartenbedarfsumfrage für die Kastler Einrichtung, die derzeit mir über 80 Kindern mehr als ausgelastet ist. Erfreut stellte Bürgermeister Stefan Braun fest, dass sich die Bedarfsumfrage, die einen hohen Rücklauf von 80 Prozent hatte, mit der Kindergartenanmeldung, die vor kurzem erfolgt ist, deckt. Der Kindergarten hat seit vergangenem Jahr bereits um 7 Uhr geöffnet, so dass die Jüngsten von 7 bis 17 Uhr betreut werden können. Ein Vorteil, der auch angenommen wird.

Braun: "Jedenfalls zeigen die Zahlen, die mit Unterstützung der Leitung zustande gekommen sind, dass ein Neubau, beziehungsweise eine Erweiterung des Kindergartens dringend notwendig ist. Der Markt Kastl hat bereits 2016 die Anträge für die entsprechenden Zuschüsse bei den zuständigen Stellen gestellt." (jp)

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.