Aus der Sitzung des Marktgemeinderats Kastl Steinschlag lässt Köpfe rauchen

Die maroden Felsköpfe im Lauterachtal beschäftigten den Kastler Gemeinderat. Die Steinschlaggefahr hat über längere Zeit hinweg Auswirkungen auf die Verkehrswege.

von Autor JPProfil

Angesprochen wurde zunächst die Vollsperrung der Lauterachtalstraße von Kastl über Hohenburg nach Schmidmühlen wegen erheblicher Steinschlaggefahr. Bürgermeister Stefan Braun teilte mit, dass diese Verbindung ab sofort vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach von der Einmündung der Straße Reusch - Hausen bis zu jener am Sternfall - der Verbindung nach Utzenhofen und Ransbach - auf Monate gesperrt wurde. Laut Gutachten eines Sachverständigen und durch den Abgang eines rund einen Kubikmeter großen Felsens ist durch massive Frostschäden mit gravierender Gefährdung des Straßenverkehrs zu rechnen.

Sprengungen folgen

Die Felsen liegen meist auf Privatgrund und sind auch ein beliebtes Revier für Kletterer, aber auch Übungsgelände der Bergwacht, das wahrscheinlich jetzt für einige Zeit wegfallen dürfte. Sobald als möglich werden die Schäden an den Felsen begutachtet, die Eigentümer davon in Kenntnis gesetzt und die entsprechenden Arbeiten vom Bauamt ausgeschrieben.

Danach wird es wieder Sprengungen und Sicherungsarbeiten mit entsprechend hohen Kosten geben, die im Regelfall der Eigentümer der Grundstücke zu tragen hat - was mit Sicherheit nicht leicht werden wird.

Erweiterung mit Lagerhalle

Unter dem Punkt Bauanträge erhielten die ungarischen Pfadfinder die Genehmigung, ihr Unterkunftsgebäude im Lindenbergpark am Mennersberg um eine Lagerhalle zu erweitern. Roland Fromm darf in Utzenhofen Carports und Stellflächen errichten. Die Stadt Velburg erhielt vom Markt Kastl als Träger öffentlicher Belange die Genehmigung für den Bebauungsplan Schmiedgasse in Günching. Gleiches geschah mit dem Bebauungsplan Am Leinberg in Schwend.

Danach ging es um den Ausbau der Breitbandversorgung in der Gemeinde Kastl. Es besteht noch ein Investitionsbedarf von rund 1,3 Millionen Euro, um alle Anwesen mit einem 30- Megabit-Anschluss zu versorgen. Dies ist mit den Landesmitteln nicht zu bewerkstelligen. Deshalb wird sich die Kommune um Gelder aus dem Bundesförderprogramm bemühen. Die Vergabe der Planungsarbeiten wird im März/April stattfinden. Der voraussichtliche Kastler Anteil soll dann bei 130 000 Euro liegen.

Die fertig geplante Dorferneuerung für Pfaffenhofen liegt vor. Das Gremium billigte die einfachen Maßnahmen und beschloss die Umsetzung. Der bald 50 Jahre alte rote Ford Transit der FFW Wolfsfeld ist nicht mehr zeitgemäß und wird erneuert. Die Kosten liegen bei rund 100 000 Euro, abzüglich der staatlichen Zuschüsse, die bei der Regierung der Oberpfalz zu beantragen sind.

Gemeinde gefordert

Der Markt Kastl hat im vergangenen Jahr eine sogenannte Stabilisierungshilfe von Bayern mit einer halben Million Euro erhalten. In den Auflagen hieß es allerdings, dass die Gemeinde alles tun müsse, um ihre finanzielle Leistungsfähigkeit wieder herzustellen. Dazu zählt unter anderem eine Anhebung der sogenannten Realsteuern und der Eintrittspreise fürs Freibad.

Zehn bis 15 Prozent

Deshalb wird ab 2018 die Gewerbesteuer auf 380 Prozent angehoben. Grundsteuer A und B bleiben zunächst bei 350, werden aber ab 2019 auf 360 Prozent erhöht. Die Freibadpreise werden ab der neuen Saison je nach Kategorie um rund zehn bis 15 Prozent teuerer. Sie werden per Aushang bekanntgegeben.

In der vorhergegangenen nichtöffentlichen Sitzung gab es folgende Vergaben: Telekom-Auftrag für den Breitbandausbau, Firma Hüttner für die Fernwärmelieferung für Schulgebäude und Feuerwehrzentrum, Erneuerung der Straßenbeleuchtung im 2017 auszubauenden Bereich der B 299 in Ortsbereich von Kastl durch die Eon, Anschaffung eines Frontauslegemähers mit Tragrahmen für den Gemeindetraktor.

Abschließend teilte Stefan Braun mit, dass vor wenigen Tagen ein WLAN-Hotspot im Bereich des Marktplatzes ans Netz gegangen ist. Die nächste Einrichtung dieser Art soll sehr bald im Bereich des neuen Feuerwehrzentrums folgen.

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