Gemeinderatsitzung des Marktrats Kastl Haushalt einstimmig verabschiedet

(jp) Der Kastler Marktrat genehmigte den knappen Haushalt 2017 einstimmig. Kritik dagegen gab es an den unterschiedlichen Zuschüssen der Bistümer Eichstätt und Regensburg, um den Kindergarten zu sanieren. Würde Kastl zum Bistum Regensburg gehören, bekäme es die Kosten bis zu einem Drittel bezuschusst. Bürgermeister Stefan Braun teilte mit, dass der gemeindliche Schuldenstand kurzfristig auf vier Millionen Euro steigen werde. Grund dafür sei die Vorfinanzierung der zugesagten Zuschüsse. Die Pro-Kopf-Verschuldung liege dann bei etwa 1570 Euro. Der Markt will demnächst einen Teil der Hohenburger Straße beim Seniorenheim rollstuhlgerecht ausbauen.

Kastl wird barrierefrei. Darüber freuen sich (von links) Bürgermeister Stefan Braun, Seniorenbeauftragte Monika Breunig sowie einige Bewohner des Kastler Seniorenheims. Bild: jp
von Autor JPProfil

Wichtige Einnahmen

Der Verwaltungshaushalt beträgt rund 3,9 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt rund 1,9 Millionen. Die Hebesätze für die Gemeindesteuern bleiben bei 350 Prozent. Die wichtigsten Einnahmen sind Straßenunterhalts-Zuschüsse (160 000 Euro) und Kanal- und Wassergebühren (300 000 Euro). Die Grundsteuern A und B liegen bei 200 000 Euro, die Gewerbesteuer bei 325 000 Euro.

Arbeitskreis für Senioren

Auch der Anteil der Einkommensteuer und der Schlüsselzuweisung (zwei Millionen Euro) sowie die Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt (170 000 Euro) gehören dazu. Ausgaben fallen für das Personal (1,1 Millionen Euro), Kanal und Wasser (370 000 Euro), die Kreisumlage (900 000 Euro) sowie für den Weiterbau des Feuerwehrzentrum und des Bauhofs (300 000 Euro) an. Die Markträte beschlossen außerdem, einen Arbeitskreis für Seniorenarbeit einzusetzen. Seniorenbeauftragte ist zweite Bürgermeisterin Monika Breunig. Sie wird dem Marktrat einmal jährlich von der Kastler Seniorenarbeit berichten.

Im Zuge des Elektromobilitäts-Konzepts des Landkreises sollten auch in Kastl Ladestationen errichtet werden. Nach Diskussion beschlossen die Mitglieder, dass es für Autos am Parkplatz am alten Bahnhof und in der Brauhausgasse Ladestationen geben soll. Für Fahrräder suchen sie einen Ort am Marktplatz. Stefan Braun informierte, dass dem Antrag auf Erweiterung der Fahrten für die Buslinie 60 entsprochen wurde. Demnächst kann der Markt mit weiteren Anschlussfahrten rechnen.

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