19.01.2016 - 02:00 Uhr
Kastl (im Landkreis AS)Oberpfalz

Landwirt darf Großbauprojekt in Haid umsetzen Maststall für 1200 Schweine genehmigt

Unter den Bauanträgen, die dem Kastler Gemeinderat vorlagen, war diesmal ein besonderer: Landwirt Johann Hummel aus Freischweibach will demnächst groß in die Schweinemast einsteigen und plant in der Einöde Haid an der Landkreisgrenze Kastl-Lauterhofen einen entsprechenden Neubau.

von Autor JPProfil

1000 Sauen, 200 Ferkel

Hier soll ein Maststall mit einer Länge von über 60 Metern und einer Breite von 25 Metern mit Silos und Fütterungsanlagen entstehen. Gedacht ist diese Anlage für rund 1000 Sauen und 200 Ferkel. Hummel ist Vollerwerbslandwirt und als solcher privilegiert. Sein Projekt hat einen erhöhten Löschwasserbedarf, der durch ein Brandschutzgutachten festgestellt werden muss. Die Erschließung des Anwesens ist gesichert: Der Wasserbedarf wird durch die Lauterhofener Wasserversorgung abgedeckt.

Da jede Menge Gülle anfallen wird, die der Boden wieder aufnehmen muss, stellten die Markträte Fragen nach Wasserschutzgebieten. Am Ende wurde der Bauantrag mit den Auflagen des Brandschutzes abgesegnet. Zum Thema Geruchsbelästigung durch Schweinegülle bei Inversionswetterlage wurden in der Sitzung keine Fragen gestellt.

Bürgermeister Stefan Braun berichtete, dass die Ambergerin Vanessa Vogl eine Initiative gegen die Kastler Kampfhundesteuer ins Leben gerufen hat. Ihr Ziel sei es, die erst eingeführte Kampfhundesteuer wieder abzuschaffen. Bei einer Aktion sammelte die Initiatorin 77 Unterschriften gegen diese Abgabe - davon sieben aus Kastl, der Rest aus Amberg. Dazu kamen 601 Unterstützer per Internet, davon fünf aus Bayern.

Kindergarten ausgelastet

Braun stellte dieses Ergebnis zur Diskussion und Abstimmung. Der Marktrat blieb mehrheitlich bei seiner Entscheidung von 2015: Damit wird die erhöhte Kampfhundesteuer in Kastl beibehalten. Ebenso segnete der Marktrat eine Auflistung von Spenden 2015 ab, die größtenteils an die Gemeindebücherei gegangen und im Haushalt der Gemeinde verbucht sind. Die Kindergarten-Bedarfsumfrage hat für die kommenden Jahre Erfreuliches ergeben: Die Höchstkapazität der Einrichtung sind 75 Plätze in vier Gruppen. Derzeit sind 72 Plätze belegt. Wie die Umfrage ergab wird diese Einrichtung auch in den nächsten Jahren voll ausgelastet sein. Zum Abschluss der Sitzung gab es eine Anfrage zu den geplanten Hundetoiletten: Wie Braun mitteilte, sollen drei bis vier Exemplare aufgestellt werden.Aus dem Marktrat

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