Burgfest in des Aplenvereins auf der Schweppermannsburg Das Miteinander gefeiert

In Zeiten, in denen andernorts Populisten auf dem Vormarsch sind, feierte der Alpenverein das Miteinander: Diesem Gedanken folgte Pater Christian Liebenstein im Gottesdienst beim Burgfest des Alpenvereins in Pfaffenhofen. Und die vielen Gäste setzten ihn den ganzen Tag über in die Tat um.

Vorsitzender Dr. Rolf Pfeiffer (links) freute sich über viele Gäste, unter ihnen auch Salesianerpater Christian Liebenstein (rechts). Bilder: jp (2)
von Autor JPProfil

Pfaffenhofen. (jp) Bei sommerlichem Wetter feierte der Alpenverein, Sektion Amberg, sein Burgfest auf der Schweppermannsburg mit zahlreichen Freunden aus dem Umkreis, von Amberg bis Neumarkt. Mit dem Bus, dem Auto, dem Radl oder zu Fuß waren viele zur Waldlermesse auf die Schweppermannsburg gepilgert. Der "Burgherr", Vorsitzender Dr. Rolf Pfeiffer, freute sich über die große Gästeschar auf der Burgwiese vorm Wiesenkreuz. Sie gedachte im Gottesdienst unter freiem Himmel auch der verstorbenen Mitglieder.

Der Direktor der Ensdorfer Salesianer, Pater Christian Liebenstein, zelebrierte die Messe, begleitet von den Lintacher Sängern sowie Ingrid Gericke (Zither) und Franz Gericke (Tuba) von den Blechernen Saiten. Traudl Stöcklmeier hatte wieder einen prächtigen Feldblumenstrauß zusammengestellt.

Gedanken zum Samariter

In seiner Predigt formulierte Pater Liebenstein Gedanken zum Evangelium vom barmherzigen Samariter. Er interpretierte es als Bergwanderung, da der Überfallene von Jerusalem (800 Meter Höhe) nach Jericho (200 Meter unter Meereshöhe) gehen wollte. Zwei Wanderer aus Jerusalem gingen am Verletzten vorbei - nur ein Mann aus einem anderen Volk kümmerte sich um ihn. Dies ist laut Liebenstein auch in unsere Zeit übertragbar: Die Gesellschaft werde immer egoistischer - das Credo des US-Präsidenten "Amerika first" ("Amerika zuerst") und Populisten weltweit machten dies deutlich. Nächstenliebe werde zum Fremdwort, die Hilfsbereitschaft sinke.

Segen für Wald und Flur

Anders sei es bei einer Bergwanderung, betonte der Geistliche mit Blick auf die Gastgeber: Hier zähle die Kameradschaft, und diese beinhalte auch Hilfe für in Not geratene Fremde. So sollte es auch in unserer Gesellschaft sein, sagte Liebenstein.

Nach dem Segen für Wald und Flur machten es sich die zahlreichen Gäste im Burghof unter der Linde bei einem Frühschoppen gemütlich. Bernd Schreiner und sein Helfer-Team hatten alles bestens vorbereitet, und auch für die Verpflegung hatten die fleißigen Geister der Alpinisten gesorgt. Für die Kinder hatte die Vereinsjugend eine Seilstrecke von der Burgmauer bis zum Burggraben aufgebaut: Für manche war das schon eine Herausforderung. Außerdem gab's einen eigenen Tisch fürs Kinderschminken. Den ganzen Tag über, bis zum späten Abend, herrschte ein ständiges Kommen und Gehen der Freunde des Alpenvereins.

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