Diözese gibt Planungs-Geld für Kastler Marktkirche frei
Renovierung nimmt Gestalt an

Das Kastler Marktkirchlein St. Christophorus. Bilder: jp (2)
Vermischtes
Kastl
13.02.2018
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1519 wird die Kastler Marktkirche dem heiligen Christophorus geweiht. Damit kann der Markt bald ein besonderes Jubiläum feiern. Für die Kirchenstiftung Kastl ein Anlass, die Renovierung des Gotteshauses anzupacken.

Die Diözese Eichstätt hat nun die Finanzmittel für die Voruntersuchungen freigegeben. Vor kurzem gab es einen Ortstermin mit Sonja Skupin von der Denkmalschutzbehörde des Landratsamtes Amberg-Sulzbach, Friedrich Roskamp vom Landesamt für Denkmalpflege, Architekt Johann Ernst und Statiker Martin Hollweck. Die Kirchenverwaltung vertraten Pater Ryszard Kubiszyn und Andreas Kneißl.

Geplant sind eine Innenrenovierung, die Erneuerung des Außenanstrichs und die komplette Neugestaltung des Umfeldes. Außerdem sollen die Stufen zur Kirche und zum danebenliegenden Jugendheim entfernt, die Zugänge barrierefrei für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte gestaltet werden. Mit den Vertretern des Denkmalschutzes wurden die geplanten Maßnahmen diskutiert. Die Kirchenverwaltung ist sehr zuversichtlich, dass die Renovierung zum Christophorus-Patrozinium 2019 abgeschlossen sein wird. Nach einer groben Schätzung rechnen die Verantwortlichen mit Kosten von insgesamt rund einer halben Million Euro.

"Das Gotteshaus sollte näher bei den Gläubigen des Marktes sein als St. Peter auf dem Klosterberg, St. Johannes im Spital und die offizielle Pfarrkirche in Pfaffenhofen", schreibt der Historiker Hans Heigl. Die Marktkirche hat einen rechteckigen Grundriss (16 x 10 Meter) und im Osten einen Altarraum mit dreiseitigem Schluss. Der Dachstuhl stammt in weiten Teilen noch aus der Erbauungszeit (Gotik). Der Holzeinschlag für die Balken des Dachstuhls konnte in früheren Untersuchungen auf den Winter 1500/01 datiert werden.

Ende des 19. Jahrhunderts erfolgten starke Veränderungen. Im westlichen Teil wurde eine Empore eingebaut und an der Südseite des Chores eine Sakristei mit Orgelempore angefügt. Außerdem wurden die Fenster vergrößert und die Deckengemälde angebracht. Den vom damaligen Pfarrer anstelle des kleinen Dachreiters gewünschte Kirchturm haben Denkmal- und Diözesanbehörden seinerzeit abgelehnt.
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