Eventabend auf der Pfaffenhofener Schweppermannsburg Auf der Jagd nach dem großen Kick

Pfaffenhofen. (jp) Hier konnte man in Filmen bestaunen, was sich Menschen alles an lebensgefährlichen Aktivitäten einfallen lassen, um den besonderen Adrenalinkick zu bekommen: Die European Outdoor Film Tour (EOFT) war am Samstag zu Gast auf der Pfaffenhofener Schweppermannsburg. Zum 50-Jährigen des Burgfests des Alpenvereins Amberg im vergangenen Jahr hatte dessen Jugend sie schon einmal die engagiert, jetzt gab es eine Neuauflage.

Wo andere kaum zu Fuß hinkommen, sind Extremsportler sogar mit dem Fahrrad unterwegs: Eine Szene der "European Outdoor Film 2017", die am Samstag Station in der Pfaffenhofener Schweppermannsburg machte. Bild: jp
von Autor JPProfil

Zahlreiche junge Besucher versammelten sich im Burghof vor der großen Leinwand, um Filme über Extremsport zu sehen. Heiko Schneider von der Alpenvereinsjugend freute sich, dass das Wetter diesmal besser war: Im vergangenen Jahr hatte ein heftiges Gewitter die Vorführung jäh beendete. Los ging's diesmal mit vier Kajakfahrern, die sich den Beriman-River in Papua-Neuguinea, einem Wildwasser der Klasse V, in 1200 Meter hohen Schluchten, als Spielwiese ausgesucht hatten - um nicht nur mit dem Kajak zu fahren, sondern auch damit zu klettern und sich abseilen. Mountainbiker radelten in den Dolomiten und Seealpen durch die Felsen und Bergpfade - auf Strecken, die man getrost als Klettersteige bezeichnen kann.

Dann ging es um die Besteigung des höchsten Berges in Südostasien, den rund 6000 Meter hohen Hkakabo Razi an der Nordgrenze von Myanmar. Der Aufstieg bis auf 2500 Meter durch tropischen Regenwald war eine Tortur. Kurz vor dem Gipfel musste die Gruppe wegen des schlechten Wetters aufgeben.

Zahlreiche Basejumper und Wingsuitflyer haben ihre Leidenschaft schon mit dem Leben bezahlt. Erzählt wurde die Geschichte zweier Extremsportler, die von den verrücktesten Punkten sprangen und die wildesten Flüge absolvierten. Einer der beiden kam dabei ums Leben - und sein Freund kehrte mit der Asche des Toten immer wieder an alte Orte zurück, an dem beide ihrer Leidenschaft ausgelebt hatten.

Danach ging's um David Lama, einen Extrembergsteiger und Kletterer aus Österreich mit nepalesischen Wurzeln, der in seiner Urheimat Nepal sein Talent an steilen Eis-und Felswänden ausprobieren wollte, die es in dieser Form in Europa nicht gibt. Abschluss war dann die Geschichte von fünf Wagemutigen, die in der Arktis ihr Klettertalent an den über 1000 Meter hohen Klippen der Baffin Bay ausprobieren wollten. Eine Verlosung beendete einen aufregenden Abend.

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