Felssicherung bei St. Lampert beendet
Wieder freie Fahrt

Das marode Gestein am sogenannten Zigeuner- oder schwarzen Felsen bei St. Lampert wurde mit zwei Sprengungen beseitigt. Dabei wurde rund ein Drittel des Materials abgetragen. Bild: jp
Vermischtes
Kastl
15.12.2016
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Amberg-Sulzbach. Die Gefahr durch Felssturz ist gebannt - damit kann heute im Lauf des Tages die Vollsperrung der Bundesstraße 299 bei St. Lampert wieder aufgehoben werden. Wie Stefan Noll, der zuständige Abteilungsleiter beim Staatlichen Bauamt, mitteilt, liege man damit innerhalb des vorgesehenen Zeitplans. Ende November hatten die Arbeiten zur Felssicherung direkt neben der B 299 bei St. Lampert begonnen. "Nachdem sich alle absturzgefährdeten Felspartien sprengtechnisch oder mittels Spezialbagger entfernen ließen, konnte sogar auf den Einbau von Stahlankern, Umgurtungen und Spitzbetonsicherungen verzichtet werden", bilanziert Noll.

Durch den Einsatz des Spezialbaggers und mit knapp 100 Kilo Sprengstoff seien im Auftrag des Staatlichen Bauamts rund 200 Tonnen absturzgefährdeter Felsteile entfernt worden. "Um dabei eine Beschädigung der B 299 zu vermeiden, wurde ein sogenanntes Fallbett aus rund 1000 Tonnen Schotter, verstärkt um mehrere Lagen Geotextilien, auf der Fahrbahn und dem benachbarten Radweg aufgebracht."

Da dies direkt neben beziehungsweise oberhalb der B 299 erledigt werden musste, wurde die Straße zur Sicherheit komplett gesperrt. Diese Einschränkung kann jetzt wieder aufgehoben werden - allerdings bleibt der benachbarte Parkplatz wegen der dort gelagerten Bäume noch eine gewisse Zeit gesperrt, wie Noll hinzufügt.

HintergrundBei einer Überprüfung durch den Straßenbaulastträger hatte sich herausgestellt, dass die Gesteinsformation an der B 299, im Volksmund als Zigeunerfelsen bekannt, durch möglichen Steinschlag den Verkehr gefährdete. Daraufhin hatte ein Sachverständiger zeitnahe Sicherungsmaßnahmen empfohlen. Die Kosten für diese Arbeiten liegen laut Staatlichem Bauamt bei rund 80 000 Euro. Die Felssturzgefahr habe natürliche Ursachen - Verwitterungsprozesse der Jura-Felsformationen. (eik)
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