26.03.2018 - 20:10 Uhr
Kastl im Landkreis Amberg-Sulzbach

Hauptversamlung des VdK Kastl Stolperfallen werden immer weniger

Die Schaffung von Barrierefreiheit ist ein Hauptanliegen des VdK-Ortsverbands Kastl. Wie dessen Vorsitzender Hermann Kucharski in der Jahreshauptversammlung erfreut berichtet, reagiert die Gemeinde darauf und schafft entsprechende Bushaltestellen.

Beim VdK-Ortsverband Kastl gab es Ehrungen. Von links: VdK-Ehrenkreisvorsitzender Herbert Göth, VdK-Kreisvorsitzende Marianne Kies-Baldasty, VdK-Ortsvorsitzender Hermann Kucharski, Ewald Wohlgemuth und Kastls Bürgermeister Stefan Braun. Bild: usc
von Autor USCProfil

Verbesserungen sind laut Bürgermeister Stefan Braun auch für Kindergarten, Schule und Rathaus fest eingeplant. Braun, der für das Engagement des Marktgemeinderats in Sachen Barrierefreiheit viel Beifall in der Jahreshauptversammlung erhielt, nannte den VdK einen in der Gemeinde nicht wegzudenkenden Verband, der als Mahner Anstöße gebe und in Notlagen den Mitgliedern helfe. "Wir haben einiges zur Verbesserung getan", betonte Braun, was die Anliegen des VdK anbelange. So habe man die Bushaltestellen umbauen lassen. Vorgesehen sei außerdem, im Kindergarten, in der Schule und im Rathaus einen Aufzug einbauen zu lassen. VdK-Kreisvorsitzende Marianne Kies-Badalsty freute sich auf die Annäherung an das 10 000 Mitglied im Kreisverband. Die bundesweit steigende Mitgliederzahl beweise, dass die Menschen zunehmend Hilfe im Sozialverband VdK suchen. Allein in der Geschäftsstelle Amberg seien im Vorjahr 280 sozialrechtliche Beratungen gemacht worden. Bundesweit habe der VdK 19 000 Widersprüche gegen Behörden eingelegt und 5500 Klagen mit Erfolg geführt.

VdK-Ortsvorsitzender Hermann Kucharski führte in seinem Jahresbericht für 2017 aus, dass mehr als 20 Mitglieder von der Möglichkeit Gebrauch machten, Hilfestellungen bei Renten- und Versicherungsfragen sowie beim Abfassen von Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen direkt beim Ortsverbands-Vorstand in Anspruch zu nehmen. "Auch erwies sich die Hilfestellung beim Besuch durch den MDK als durchaus sinnvoll. "In einem Fall wurde nach der ursprünglichen Ablehnung eines Pflegegrades mit unserem Einspruch ohne einen weiteren Hausbesuch sogar der Pflegegrad 2 zuerkannt."

Gegenwärtig seien im Ortsverband Kastl 117 Männer und 87 Frauen organisiert. Damit gehörten über acht Prozent der Kastler Bevölkerung dem VdK an. Der Altersdurchschnitt beträgt laut Kucharski 63,30 Jahre; bei den Männern 63,14 und bei den Frauen 63,52 Jahre.

"Der VdK ist ein politischer aber kein parteipolitisch ausgerichteter Verband. Nicht nur vor Ort sondern vor allem bundesweit profitieren VdK-Mitglieder von der umfassenden Erfahrung, der Fachkompetenz des größten Sozialverbandes in Deutschland", betonte Kucharski.

Rentner, chronisch Kranke, Menschen mit Behinderungen, Patienten, pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen, ältere Arbeitnehmer, Arbeitslose, Hartz-IV- und Grundsicherungsempfänger dürften nicht ins Abseits gedrängt werden. Der VdK verstehe sich als Anwalt dieser Menschen.

Politik und Entscheidungen der Politiker sind nach den Erfahrungen des Ortsvorsitzenden auch direkt vor Ort mess- und spürbar. Vergangenes Jahr habe er in seinem Bericht das Thema Barrierefreiheit und diverse Mängel in Kastl aufgegriffen. "Heuer kann ich dem Kastler Gemeinderat, hier vertreten durch Bürgermeister Stefan Braun, dafür danken, dass die Bushaltestellen nach dem Neubau der B 299 bei uns barrierefrei umgebaut wurden. Ein- und Aussteigen ist somit für Rollstuhlfahrer, Nutzer von Rollatoren aber auch für Eltern mit Kinderwägen ohne Hindernis möglich." Eine Lösung suche man noch für einen barrierefreien Zugang zur Raiffeisen- und Sparkassenfiliale am Marktplatz.

Abschließend appellierte Kucharski an die Mitglieder, sich nach dem Tod von Heiner Matschiner für die VdK-Sammlung "Helft Wunden heilen" zur Verfügung zu stellen. Von den zu ehrenden langjährigen neun Mitgliedern war nur Ewald Wohlgemuth zugegen. Er erhielt aus der Hand der VdK-Kreisvorsitzenden das Treuezeichen in Silber.

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