Maria Neger seit 68 Jahren im Kirchenchor
Ohne Chorgesang undenkbar

Für ihre teilweise schon Jahrzehnte lange Treue zum Utzenhofener Kirchenchor bekamen die verdiente Sängerinnen Urkunden und Blumen. Die Leistungen der Frauen würdigten auch Pfarrer Josef Kanovsky (rechts) und Dekanatskirchenmusiker Bernhard Müllers (hinten rechts). Bild: aun
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Kastl
10.12.2016
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Der Kirchenchor Utzenhofen hat einige langjährige Sängerinnen geehrt. Teilweise halten sie schon seit Jahrzehnten dem Chor die Treue.

Utzenhofen. Dekanatskirchenmusiker Bernhard Müllers aus Amberg bezeichnete den Chordienst als einen Dienst, der nicht selbstverständlich sei. Die kirchliche Liturgie wäre ohne Chorgesang sehr arm, unterstrich er. Die Frauen und Männer würden aber nicht nur die Auftritte begleiten, sondern wöchentlich auch eifrig die Proben besuchen. Müllers zitierte Adolph Kolping: "Anfangen ist leicht, treu bleiben das Schwierigste."

"Zur Ehre Gottes"

Pfarrgemeinderatssprecherin Irmgard Scharl würdigte ebenfalls die Leistungen der Sänger. Unangefochten an der Spitze steht Maria Neger ("Unsere Dümler Mare"), die seit 68 Jahren ununterbrochen im Chor singt. Bereits mit 14 Jahren sei sie zum ersten Mal "zur Ehre Gottes angetreten". Mit ihrer überragenden Sopranstimme sei sie im Utzenhofener Chor seit über sechs Jahrzehnte eine Institution. "Ihr großes Talent, ihre Stimme konnte sie bis heute erhalten", sagte Scharl und bezeichnete dies als "ein Geschenk Gottes, das sie für uns und die Kirche einbringen konnte". Gleiches gelte für Theresia Neger aus Umelsdorf, die seit 60 Jahren dabei ist. Scharl würdigte ihre wunderbare Altstimme.

Ein ganz besonderer Verdienst von Maria Neger sei, dass sie das Ende des vorherigen Chores nicht schicksalhaft hingenommen habe. Sie sagte, es könne nicht angehen, "dass Beerdigungen, Andachten, ja Festgottesdienste bei uns ohne feierlichen Chorgesang so schlicht und ohne Würde stattfinden". Ihr sei es gelungen, die verbliebenen Sängerinnen und etliche neue zu motivieren und mit einem kleinen Chor wieder zu beginnen.

"Kann sich hören lassen"

"Heute haben wir das Glück, eine begnadete Organistin und Chorleiterin aus einer Pfarrei der näheren Umgebung zu haben", sagte Scharl. "Es ist wieder ein Chor entstanden, der sich hören lassen kann."

Pfarrei ehrt die treuen SängerinnenMitglieder des Utzenhofener Kirchenchors zeichneten Dekanatskirchenmusiker Bernhard Müllers aus Amberg, Pfarrer Josef Kanovsky und Pfarrgemeinderatssprecherin Irmgard Scharl mit Urkunden der Diözese oder der Pfarrei aus.

Urkunden des Bischofs in Gold bekamen: Maria Neger aus Utzenhofen (für 68 Jahre im Kirchenchor), Theresia Neger aus Umelsdorf (60 Jahre) und Maria Geitner aus Utzenhofen (40 Jahre). Mit der Urkunde des Bischofs in Silber wurden Maria Zollbrecht aus Wolfersdorf (33 Jahre) und Maria Geitner aus Freischweibach (30 Jahre ) geehrt. Urkunden der Pfarrei Utzenhofen bekamen Josefine Schärl aus Ursensollen (19 Jahre) sowie Elisabeth Geitner aus Wolfersdorf, Gudrun Fischer aus Utzenhofen, Anneliese Polster aus Wolfersdorf, Margareta Hollweck aus Umelsdorf und Rita Zollbrecht aus Appesloh, die alle seit zehn Jahren im Chor mitwirken. Pfarrgemeinderatssprecherin Irmgard Scharl überreichte den Frauen noch Blumen. (aun)
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