19.01.2017 - 02:00 Uhr
KemnathOberpfalz

Bildvortrag von Johann Spörrer über den berühmten Wallfahrtsort Auf dem "Armes"

"Rund um den Armesberg" lautete der Titel des Bildvortrags, zu dem Heimleiterin Claudia Heier Johann Spörrer aus Pullenreuth eingeladen hatte. Sehr aufmerksam verfolgten die Bewohner im Speisesaal des Senioren- und Pflegeheims die faszinierenden Bildserien auf der Leinwand.

von Josef ZaglmannProfil

Zusammen mit Rainer Sollfrank hatte Spörrer den Film über den "Armes" gedreht. "Mit seinen 731 Metern ist er der höchste Vulkanberg der Nordoberpfalz", hieß es in dem Kommentar, den der Referent zum besseren Verständnis verfasst hatte. "Der Berg kann auf eine tausendjährige Geschichte zurückblicken." Die Dreifaltigkeitskirche wurde 1678 erbaut. Als sie 1819 durch einen Blitzschlag abbrannte, wurde am Osthang des Gipfels eine Holzkapelle, die Michaelskirche, errichtet. 1877 wurde der Treppenaufgang mit den Kreuzwegstationen angelegt. Gestiftet wurde er vom Bauunternehmer Krautschneider aus Südtirol, als ein Unfall seines Sohnes sehr glimpflich verlaufen war.

1687 entstand das Mesnerhaus am Osthang. Heute gehört es der Pfarrei Kulmain. Die Wirtsleute Birgit und Gerhard Schultes haben es gepachtet. Seit über 300 Jahren pilgern Fußwallfahrer aus den umliegenden Pfarreien auf den "Armes". Im Kircheninneren zeigte die Kamera den Altar und Heiligenfiguren.

"Der heiligsten Dreifaltigkeit sei Lob und Ehr zu jeder Stund", stand auf der großen Kirchenglocke, die 1961 in Regensburg gegossen wurde. Sehr beeindruckend war der Kameraschwenk von der Aussichtsplattform auf dem "Berg", bei dem die Schönheit der Region rund um den "Armes" deutlich zum Ausdruck kam. Besonders eindrucksvoll war eine Luftaufnahme, bei der der Armesberg mit seiner Kirche das Zentrum der schönen Landschaft bildete. Bei einem Streifzug durch die Jahreszeiten von der Frühlingspracht bis zur Winterruhe ging Spörrer auch auf die einmalige Flora und Fauna ein. Andreas Schultes stellte den Verein "Freunde des Armesbergs" vor. Von Ende Oktober bis Anfang Mai werden in der Armesbergkirche keine Gottesdienste gehalten.

Die aufmerksamen Zuschauer dankten dem Pullenreuther Heimatdichter für seinen beeindruckenden Bildvortrag mit Beifall. Claudia Heier übergab ein Präsent.

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