16.08.2017 - 20:00 Uhr
KemnathOberpfalz

Darsteller des HAK erzählen Senioren von markante Episoden der Heimatgeschichte Stadtführung unter Dach

Einen herzlichen Willkommensgruß entbot Pauline Bäumler den Gästen bei der historischen Stadtführung des Heimatkundlichen Arbeits- und Förderkreises (HAK). Diese ging nicht wie sonst üblich unter freiem Himmel, sondern im Foyer der Mehrzweckhalle über die Bühne.

Sie schlüpften in die Rolle von stadtbekannten Persönlichkeiten: (von links) Roland Wende, Josef Zaglmann, Liane Preininger, Heiner Dworzak, Hans Rösch, Anna-Müller-Rösch, Reinhard Herr und Pauline Bäumler, die am Ende der ungewöhnlichen Stadtführung alle Darsteller vorstellte. Bild: jzk
von Josef ZaglmannProfil

Um trotzdem eine stimmungsvolle Atmosphäre zu erzeugen, wurden Bilder von Kemnather Gebäuden mit einem Beamer an die Wand projiziert. Davor traten dann die Darsteller von bekannten Kemnather Persönlichkeiten in historischer Gewandung auf und erzählten aus ihrem Leben. Für die aufmerksamen Zuhörer ließen sie so markante Episoden aus der Heimatgeschichte wieder aufleben.

HAK-Vorsitzender Hans Rösch freute sich, dazu auch den Jahrgang 1937 willkommen heißen zu können. Sein besonderer Gruß galt dem Organisator und großen Gönner des Vereins, Ehrenbürger Max Ponnath. Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte der über 1000-jährigen Stadt Kemnath ging es mit Baderin Pauline (Pauline Bäumler) auf den Rundgang durch die Stadt. Den Anfang machte Liane Preininger als "Pinzer-Beckn-Resl", die nach Amerika auswanderte. Eines ihrer Kinder, Aloysius Kardinal Münch, wurde später Ehrenbürger von Kemnath.

Der "Apfelwirt" (Armin Schinner) berichtete über die Geschichte des Gasthofes "Zum Reichsapfel", der 1856 Poststation wurde. In Begleitung von Bruder Josef (Heiner Dworzak) erzählte Christoph Adam von Trautenberg (Hans Rösch) von der Gründung des Spitals für "in Ehren abgehauste Kemnather Bürger". Kantor Wolfgang Schmeltzl (Josef Zaglmann) schilderte, wie er im 16. Jahrhundert als Kemnather Handwerkersohn im fernen Wien als Dichter, Musiker und Schuldramatiker zu hohem Ansehen gelangte. Traurige Berühmtheit erlangte Sibylla Schiml (Anna Müller-Rösch), die sich 1848 dazu anstiften ließ, einen großen Stadtbrand zu entfachen.

Reinhard Herr verkörperte den Kemnather Pfarrer Johann Christoph Arckhauer und erläuterte, wie der Katakombenheilige Primian von Rom nach Kemnath kam und dort zum Stadtpatron wurde. Roland Wende informierte als Guardian Hildebert Mehler über die Geschichte des Franziskanerklosters bis zur Auflösung im Jahre 1802. Mit dem stimmungsvollen Feierabendlied endete die Stadtführung im Foyer, die den Senioren sehr gut gefallen hat.

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