30.01.2018 - 17:04 Uhr
KemnathOberpfalz

Verstorben Frau Batke

Ihre zweite Heimat Kemnath hat sie vor einigen Jahren verlassen. Dennoch bleibt sie unvergessen. Marianne Batke ist am Sonntag, 28. Januar, im Alter von 95 Jahren gestorben. Bis zu ihrem 80. Geburtstag hat die "rasende Reporterin" in der "Kemnather Zeitung" ein facettenreiches Bild der ehemaligen Kreisstadt gezeichnet. Am Donnerstag um 14 Uhr wird "d'Frau Batke" nach einer kleinen Trauerfeier auf dem Waldfriedhof der Pfarrei St. Michael in Straubing beigesetzt. Ihre "Buam und Moidln" von der Kemnather Lokalredaktion des Neuen Tags trauern sehr um ihre fleißige, "wepsige", zuverlässige, produktive und unglaublich liebenswerte freie Mitarbeiterin mit dem erfrischend rustikalen Charme, die uns auch schon mal (ein bisschen) ausgeschimpft hat, wenn wir ein paar Zeilen gekürzt haben, die ihr wichtig waren. Von ihren Fotos konnte sich mancher Profi eine Scheibe abschneiden. Wenn es zum Beispiel darum ging, eine größere Gruppe Kinder abzulichten, war im Ergebnis nie auch nur ein einziges Gesicht verdeckt - auch wenn der Entstehungsprozess eines Bildes schon mal 20 Minuten gedauert haben mag. Marianne Batke - unsere (mb) - war eine echte Institution in der Stadt.

Marianne Batke. Archivbild: rca
von Manfred Hartung Kontakt Profil

Geboren wurde sie am 29. April 1922 in Straubing als Tochter eines Zahnarztes. 1955 heiratete sie ("nach siebenjähriger Probezeit") ihren Gerhard, der nach bestandener Inspektorenprüfung die Versetzung nach Kemnath bekam. Das Paar war schnell integriert in der Oberpfalz. Marianne Batke kümmerte sich neben der Pressearbeit als Übungsleiterin um die Turnkinder des SVSW. Als Nikolaus und Betreuerin war sie oft im Altenheim. Ihr Engagement im Katholischen Frauenbund Kemnath wurde mit dem Ehrenvorsitz belohnt. Gerhard Batke wurde Ehrenschützenmeister, Ehrenvorsitzender des SVSW und eine tragende Säule der Wasserwacht. Er verstarb im Januar 2012 im Alter von 85 Jahren. Nach seinem Tod machte sie ein halbes Jahr Zwischenstation im BRK-Heim "Haus Falkenstein", bevor sie ins oberbayerische Edling zu ihrer Nichte Eva zog, die die Pflege der alten Dame übernahm. Auch Neffe Helmut aus Nürnberg kümmerte sich liebevoll um seine Tante.

Am Dienstag, 6. Februar, beginnt um 19 Uhr ein Gedenkgottesdienst in der Kemnather Stadtpfarrkirche für einen besonderen Menschen, den kaum ein erwachsener Kemnather nicht gekannt hat. Wer Marianne Batke einmal kennengelernt hat, wird sie nicht vergessen. Und wen sie einmal ins Herz geschlossen hatte, der ist für immer dringeblieben. Danke, (mb).

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.