Eröffnungskonzert der Chortage 2017 in Pressath
Klangschöne Freundschaft

Klangschönheit und Textverständlichkeit zeichneten die Chorgemeinschaft St. Georg Pressath auch beim Eröffnungskonzert der Chortage 2017 aus.
Kultur
Kemnath
07.07.2017
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Pressath. (jzk) Langen Applaus gab es am Donnerstag nach dem Konzert in der Stadtpfarrkirche. Er galt den beiden Chören, die bis Sonntag die Pressather Chortage gestalten. "Chormusik vom Feinsten" war die einhellige Meinung der Besucher.

Vor 25 Jahren gründete Richard Waldmann mit Sängern aus der Region den gemischten Chor. Internationale Kontakte pflegt das Ensemble nach Lettland. Zum 25. Jubiläum war der gemischte "Koris Valmiera" angereist. Er machte am Donnerstag den Auftakt. Homogen im Chorklang und ausgewogen in allen Stimmlagen brachten die 33 Sänger sechs Volksweisen aus ihrer Heimat zu Gehör. Chorleiter Martins Klisans trat dabei als Tenorsolist auf. Liga Ivane begleitete den Chor souverän auf dem E-Piano. Die Geigerin Monta Wermann beeindruckte mit ihrer Eigenkomposition "Sehnsucht".

Seit einem Vierteljahrhundert beeindruckt die Chorgemeinschaft Sankt Georg Musikfreunde mit geistlichen und weltlichen Chorwerken auf sehr hohem Niveau. Bei den stets gut besuchten Aufführungen sind die immense Disziplin und die intensive Probenarbeit zu spüren, die Waldmann mit den Sängern leistet.

Mit der Auswahl von Werken von Heinrich Schütz ("Also hat Gott die Welt geliebt"), Johan Leavitt ("Kyrie"), Anton Bruckner ("Ave Maria"), Felix Mendelssohn-Bartholdy ("Denn er hat seinen Engeln befohlen") und Gregor Aichinger ("Regina Coeli laetare") hat Richard Waldmann ein glückliches Händchen bewiesen. Bei diesen Chorsätzen konnte die Pressather Chorgemeinschaft ihr Stärken zur Geltung bringen: saubere Intonation und eine lebendige, textbezogene Interpretation. Dass der Chorleiter sich nicht scheute, die dynamische Ausdruckskraft vom leisen Piano bis zum Fortissimo im "Regina coeli laetare" auszuschöpfen, verdient Anerkennung. Beim Kyrie war Pianist Benjamin Schallwig ein zuverlässiger Begleiter.

Nach der "Gigue" für Violine solo, meisterhaft gespielt von Monta Wermann, versammelten sich alle Sänger im Altarraum. Nach dem Chorsatz "Lec Saulite" des lettischen Komponisten Raimonds Tigulis dirigierte Martina Klisans "All Things Bright And Beautiful" von John Rutter. Beim zweiten Chorsatz "For The Beauty Of The Earth" gab er die Chorleitung an Waldmann ab.

Bei den drei Chorsätzen spürten die Zuhörer die Freude am Singen aller Beteiligten. Als der Beifall nicht endete, stimmten die beiden Chöre noch das lettische Volkslied "Put, Vejini" an. Das 70-minütige Chorkonzert war sicherlich ein unvergessliches Erlebnis für alle Zuhörer, die in der Zeit überlauter Popmusik die zauberhafte Wirkung harmonischer Chormusik noch zu schätzen wissen. Vorsitzender Johann Sattler lud alle Mitwirkenden zum Festakt und zu einem Beisammensein ein.
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