23.03.2018 - 16:26 Uhr
Kemnath

Kemnather Heimatbote 2017 wurde im Rathaus vorgestellt Historisches Kaleidoskop

Neues von der alten Zeit: Der Kemnather HAK stellt seinen Heimatboten vor. Viel Bewährtes ist erhalten, Neues kommt hinzu.

Der neue Kemnather Heimatbote ist fertig, viele Autoren und Fotografen haben zum Gelingen beigetragen. Bild: stg
von Holger Stiegler (STG)Profil

"Von der Geschichte kommen immer wieder neue Facetten an den Tag": Bürgermeister Werner Nickl würdigte so den "Kemnather Heimatboten 2017", den der Heimatkundliche Arbeits- und Förderkreises Kemnath und Umgebung (HAK) im "Übergangsrathaus" vorstellte. Der Heimatbote gilt seit fast vier Jahrzehnten als Fundgrube der Heimatgeschichte. Das gilt auch für die 37. Ausgabe. Zur Präsentation hatten sich Vorsitzender Hans Rösch, Schriftleiter Robert Schön sowie Autoren und Fotografen versammelt.

Inhaltlich ist der Heimatbote breit aufgestellt. Anton Heindl befasst sich mit "Studentenverbindungen und die Vereinigung von Bureaukollegen" in Kemnath, Bernhard Kreuzers Betrachtungen widmen sich der alten Forstdiensthütte in der Flötz, Hans Lukas beleuchtet, was es mit den Glocken der Ägidius-Kapelle in Waldeck auf sich hat. Der Persönlichkeit des Kemnather Stadtpfarrers Franz Gottlieb Hauser nähert sich unter der Fragestellung "Ein Mann des NS-Widerstandes?" Anton Heindl an.

Robert Schön hat drei Artikel ausgearbeitet, in denen er sich mit der Schützenmarter im Hessenreuther Forst, dem Anmerkbüchlein von Joseph Hörl (1779-1824) sowie mit der Märzrevolution 1848 befasst. Abgerundet wird der Heimatbote vom Jahresrückblick von Werner Dollhopf und Katrin Zapf sowie dem Tätigkeitsbericht des HAK-Vorsitzenden Hans Rösch. Fotos für das Werk haben wieder die "Heimatbote"-Fotografen Rainer Sollfrank und Holger Stiegler beigesteuert. Erhältlich ist der "Heimatbote" für vier Euro im Museum sowie im "Bücherladen".

Bürgermeister Nickl freut sich, dass der Heimatbote seit 1981 Jahr für Jahr erscheint. "Ich bin angetan, was seitdem entdeckt und niedergeschrieben worden ist", so Nickl. Er hoffe, dass die Autoren bei der Stange bleiben, um "tolle Werke" wie dieses entstehen zu lassen.

Auch HAK-Vorsitzender Hans Rösch zeigte sich sehr angetan vom neuen Exemplar. "Ich habe es praktisch in einem Zug durchgelesen." Besonders dankte er Werner Dollhopf, der jahrzehntelang den Jahresrückblick alleine zusammengestellt hat und mit Katrin Zapf nun eine junge Mitstreiterin an der Seite hat. Die Artikel stellte Schriftleiter Robert Schön vor. Für künftige Ausgaben wünschte er sich neue Autoren, die interessante Themen in und rund um Kemnath aufgreifen. "Ich muss wirklich keine drei Beiträge verfassen", betonte Schön mit Blick auf das aktuelle Heft.

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