Sänger, Chorleiter und Organist ziehen für die Kemnather Passion an einem Strang
„Teamwork“ für die würdige Musik

Chorleiter Thomas Völkl (links) und Organist Alexander Hecht gehen die Musik für die Kemnather Passion durch.
Kultur
Kemnath
01.03.2018
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Der gemischte Passionschor wird sich auf der Seitentribüne der Kemnather Mehrzweckhalle aufstellen

Der Fokus liegt auf den Schauspielern. Sie stehen auf der Bühne, sind für das Publikum sichtbar. Nicht weniger wichtig sind allerdings Chor, Dirigent und Organist. Sie alle tragen ihren Teil dazu bei, dass die "Kemnather Passion" auf eine erfolgreiche Premiere am Samstag, 10. März, zusteuert.

Alexander Hecht ist bescheiden und will nicht unbedingt im Rampenlicht stehen. "Das Team ist wichtig, um miteinander gute musikalische Erfolge erzielen zu können", sagt der 37-jährige Pullenreuther. Und doch wäre ohne ihn die Passion nicht komplett. Er spielt nämlich an der elektronischen Orgel, die in der Mehrzweckhalle installiert worden ist, und begleitet den Passionschor.

Hecht ist Vollblut-Musiker und auch Vollblut-Chorleiter: Seit 1997 ist er Organist in der Pfarrei St. Martin Pullenreuth, 1999 hat er die D-Prüfung abgelegt an der Kirchenmusikschule in Regensburg als nebenberuflicher Kirchenmusiker. Seit 1999 leitet er den Kirchenchor St. Wolfgang der Pfarrgemeinde Pullenreuth, seit 2002 den Gesangverein 1921 Pullenreuth und war auch Fürsprecher zur Gründung der Chorgemeinschaft Pullenreuth-Lochau im Jahr 2015.

Darüber hinaus ist Hecht als Chorleiter der Sängergruppe Max Reger verantwortlich für die überregionale Planung von Konzerten und Chorveranstaltungen. Das Instrument, auf dem er während der Passion spielen wird, ist eine UNICO CL2 des Herstellers Viscount. Zum "Team", von dem Hecht spricht, gehören noch 80 weitere Personen - nämlich die Sängerinnen und Sänger des Chors, die beiden Gesangs-Solistinnen Stefanie Völkl und Anna-Maria Beck für das "Pie Jesu" am Ende der Aufführung sowie natürlich der Chorleiter Thomas Völkl.

"Die ehrenamtlichen Sängerinnen und Sänger proben seit November die Chorsätze intensiv ein", sagt Völkl, der in diesem Jahr erstmals als Chorleiter fungiert. Die 52 Frauen- und 25 Männerstimmen kommen zum Großteil aus Kemnath, aber auch aus den umliegenden Gemeinden von Mehlmeisel über Weidenberg bis Parkstein. Wöchentliche Proben, Probenwochenenden und Gesamtproben mit dem Ensemble auf der Bühne forderten auch den Chormitgliedern sehr viel ab. "Die Passionsmusik ist ein wesentlicher Bestandteil der Kemnather Passion", betont Völkl. Sie unterstreiche die Handlung auf der Bühne und verleihe ihr eine tiefere Dimension. Starke Emotionen würden durch die Musik noch verstärkt. "Beim letzten Abendmahle" von Melchior Vulpius, "Stabat Mater" von Karl Jenkins und "Finsternis brach herein" von Michael Haydn sind einige der Lieder, die der Chor anstimmen wird.

Auch ein Orgelstück von Samuel Barber wird Alexander Hecht an der Sakralorgel spielen. "Gemeinsam mit der Musik und dem Geschehen auf der Bühne entsteht damit ein eindrucksvolles Gesamtwerk, das das Leiden und Sterben Jesu beeindruckend darstellt", so Völkl. Dadurch, so seine Hoffnung, würden Emotionen geweckt und die Kemnather Passion zu einem nachhaltigen Erlebnis für die Zuschauer.

Noch KartenFür alle Aufführungen der Kemnather Passion gibt noch (Rest-)Karten. Aufführungen finden statt am 10.März (Premiere), 16.März (Zusatzvorstellung), 17., 18., 24., 25. sowie 30.März (Karfreitag). Beginn ist um 19.30 Uhr, an den beiden Sonntagen bereits um 18 Uhr. Die große Tribüne garantiert eine gute Sicht auf das Bühnengeschehen von allen Plätzen aus. Die Passion dauert zweieinhalb Stunden. Weitere Informationen und Tickets www.kemnather-passion.de. (stg)
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