22.08.2014 - 00:00 Uhr
KemnathOberpfalz

Betroffener reagiert auf Stellungnahme der Kliniken Nordoberpfalz AG "Klinik verharmlost Arzt-Verhalten"

von Fabian Leeb Kontakt Profil

Der "Neue Tag" berichtete am Freitag von der Ablehnung eines Patienten im Kemnather Krankenhaus. Roland Bayer hatte drei eingeklemmte Narbenbrüche und ließ sich anschließend im Klinikum Weiden behandeln, wo er zwei Tage später operiert wurde. Die Aussagen der Pressesprecherin der Kliniken Nordoberpfalz AG, Rita Stadler, schockierten den Eschenbacher. Stadler attestierte dem diensthabenden Arzt eine "realistische Einschätzung" der Beschwerden Bayers und ein Handeln "ganz im Sinne des Patienten".

"Der Arzt gab sogar zu, mich vergessen zu haben", wandte sich Bayer noch einmal an unserer Zeitung. Der Patient, der vor ihm behandelt wurde, habe das Zimmer bereits kurz nach seinem Eintreffen im Wartebereich der Notaufnahme verlassen. "Weil ich dies gesehen habe, schickte ich meine Frau nach weiterer Wartezeit los, um nachzufragen."

Die Aussage, seine Frau und er hätten explosiv und aggressiv reagierten, empört Roland Bayer. "Aufgrund meiner starken Schmerzen, nahmen wir die Ausführungen des Arztes stillschweigend hin und verließen das Krankenhaus, ohne etwas zu sagen."

Bayer stößt sich außerdem an der Aussage des Arztes: "Wir haben uns nie gesehen. Fahren Sie nach Bayreuth, die müssen Sie nehmen." Ihm sei nicht gesagt worden, dass eine angemessene Behandlung in Kemnath nicht möglich ist. "Hatte der Arzt Angst? Oder gar keine Lust?"

Der Eschenbacher moniert zudem, dass der Arzt ihn in Kemnath lediglich abgetastet habe. "Im Klinikum Weiden bestätigten mir die Ärzte, dass nur mittels Computertomographie oder Ultraschall festgestellt werden kann, was eingeklemmt ist." Im schlimmsten Fall hätte die Verletzung lebensbedrohlich werden können.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp