Erfahrungsaustausch der Familienbeauftragten aus dem Landkreis - Unterstützung immer wichtiger
Für Mütter Freiräume schaffen

Lokales
Kemnath
19.04.2013
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Bereits zum zweiten Mal trafen sich die Familienbeauftragten aus den Gemeinden des Landkreises Tirschenreuth auf Einladung der KoKi-Stelle des Landratsamtes Tirschenreuth. Diesmal war das Familienzentrum "Mittendrin" der Treffpunkt. Ziel dieser Zusammenkunft war vor allem der gemeinsame Erfahrungsaustausch.

Im Mittelpunkt stand die Frage nach der Lebenssituation von jungen Familien im Landkreis und einem notwendigen Unterstützungsangebot vor Ort. Marianne Fütterer und Pia Kürschner von der KoKi-Stelle in Tirschenreuth (Koordinierungsstelle "Frühe Hilfen") wiesen in diesem Zusammenhang auf verschiedene Möglichkeiten hin, um Eltern in einer schwierigen Lebenslage zu entlasten. Als Beispiel stellten sie das Projekt "Erste Schritte" vor, bei dem nach Vorliegen von bestimmten Voraussetzungen konkrete Hilfen in einer Familie angeboten werden können.

Bei Betreuung oft alleine

"Diese Unterstützung wird immer wichtiger", betonte Marianne Fütterer. Während früher die Großfamilie bei der Kinderbetreuung hilfreich gewesen sei, müssten jetzt viele Mütter ohne diese Unterstützung alleine zurechtkommen.

Das führe häufig dazu, dass die Mütter keine Freiräume mehr haben, um wieder Energie aufzutanken. "So können sich aus kleinen Problemen oft große Krisen entwickeln", wusste Marianne Fütterer. Mit dem Projekt "Frühe Hilfen" soll diese verhängnisvolle Entwicklung verhindert werden. Hilfesuchende können sich jederzeit an die KoKi-Stelle des Landratsamtes Tirschenreuth wenden. Marianne Fütterer, Telefon 09631/88-279, und Pia Kürschner, Telefon 09631/88-365, werden Fragen beantworten und bei Problemen nach Lösungsmöglichkeiten suchen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, sich mit Wünschen und Anregungen an den jeweiligen Familienbeauftragten als Ansprechpartner vor Ort zu wenden. Falls notwendig, stellen diese den Kontakt zu den kompetenten Mitarbeitern der KoKi-Stelle her.

Arbeit anerkennen

"Es lohnt sich auf alle Fälle für jede Gemeinde und für jeden Landkreis, sich um junge Familien zu kümmern und der Arbeit, die Eltern täglich leisten, Anerkennung und Wertschätzung entgegenzubringen", stellte Fütterer zusammen mit den Familienbeauftragten bei der Diskussion fest. Auch im Hinblick auf den vielzitierten demografischen Wandel sollten die Familien mit ihren Kindern wieder in den Blickwinkel der Öffentlichkeit gerückt werden. "Die Erziehungsarbeit sollte von allen mitgetragen werden", meinten die Familienbeauftragten.

Jutta Deiml, selbst Familienbeauftragte der Stadt Kemnath, nutzte die Gelegenheit, den Gästen das Familienzentrum "Mittendrin" vorzustellen. "Träger dieser Einrichtung ist der Kinderschutzbund", berichtete sie, "aber unser Zentrum lebt eigentlich von der Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer." Das gelte sowohl für den gemeinsamen Frühstückstreff an jedem Dienstagvormittag und das Elterncafé am Mittwochnachmittag.

"Wir suchen dringend neue ehrenamtliche Mitarbeiter", erklärte Deiml. Nur dann könnten das Aufgabenspektrum und die Öffnungszeiten erweitert werden.
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