HAK-Hauptversammlung: Museumsleiter Anton Heindl skizziert "Wunschliste" - Sogar Anfragen aus ...
Digitales Filmarchiv und Begegnungsstätte

Lokales
Kemnath
22.04.2013
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Für die nächsten Monate habe sich die Museumsgruppe des Heimatkundlichen Arbeits- und Förderkreises (HAK) einiges vorgenommen, ließ Museumsleiter Anton Heindl bei der Hauptversammlung (wir berichteten) wissen. Geplant seien im Heimat- und Handfeuerwaffenmuseum eine Sonderausstellung über den 100. Jahrestag der "Kemnather Doppelprimiz", eine Präsentation von Werken des Kastler Malers und Zeichners Hans Wenning sowie eine weihnachtliche Dampfmaschinenschau.

Felsenkeller geöffnet

Einen handwerksgeschichtlichen Bogen "vom Flachsriffel zum Spinnrad" wolle man anlässlich der 850-Jahr-Feier von Kirmsees schlagen. Beim internationalen Wandertag am 5. Mai stehe der Felsenkeller an der Wunsiedler Straße von 8 bis 10 Uhr zur Besichtigung offen. In einem muttertagsgemäßen Ambiente finde der internationale Museumstag am 12. Mai statt. Die Klöpplerin Maria Schupfner werde dann auch Kostproben ihrer Fingerfertigkeit geben. Nicht fehlen dürfe das Museumsfest mit Flohmarkt, das am 7. Juli zum 15. Mal steigt.
"Unser Museum zeigt sich auch zeitgenössischen Themen aufgeschlossen und hat keineswegs ein verstaubtes Image", resümierte Heindl. Dies sei das Werk vieler Helfer und Gönner: "Ich kann als Museumsleiter zwar Zeichen setzen, bedarf aber der Mithilfe von Ihnen allen, wofür ich mich auch herzlich bedanke." Besonders sei die Familie Adolf Meister zu nennen, deren frühere Geschäftsräume man für Veranstaltungen nutzen könne und die auch selbst eifrig mit anpacke. Neue Depots in der Missionshalle und im Dachboden der Fronveste gewährleisteten eine fachgerechte Verwahrung von Ausstellungsstücken.

Bewältigen müsse die Museumsgruppe auch eine wachsende Zahl museums- und regionalgeschichtsbezogener Anfragen: "Solche kamen sogar aus der Schweiz und Amerika." Alles in allem lautete Museumsleiter Anton Heindls Quintessenz des vergangenen Vereins- und Museumsjahrs: "Unser Kemnather Heimat- und Handfeuerwaffenmuseum genießt die Wertschätzung, die es verdient." Für die rührige Mannschaft ist dies auch Ansporn, auf längere Sicht ehrgeizige Pläne zu hegen.

Der Nachwelt erhalten

Nicht aus dem Auge verloren haben sie den Aufbau eines digitalen Filmarchivs. "Das Projekt wird über den Stadtverband den Vereinen vorgestellt, verbunden mit der Bitte, deren Filme von Jubiläumsfeiern, Festzügen und ähnlichen Ereignissen zu digitalisieren und dem HAK eine Kopie zu überlassen, damit diese Filme der Nachwelt erhalten bleiben", vermerkte Anton Heindl.

Noch nicht entschieden sei über die Verlegung des in der Fronveste untergebrachten Stadtarchivs. Sollte es hierzu kommen, so könnten in die frei werdenden Räume eine "dringend benötigte Begegnungsstätte", Erweiterungsräume für das Museumsarchiv und ein Ausstellungsraum zur Stadtgeschichte einziehen.
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